Als bekannt wurde, dass Rudi Anschober die Abschiebung eines straffällig gewordenen Asylwerbers (vorerst erfolgreich) verhinderte, gingen einmal mehr die Wogen über das Verhalten des Integrations-Landesrats hoch.

Ein Kommentar von Chefredakteur Christian Seibert

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Partei auf zwei Prozent abgestürzt

In der Darstellung des Falls wird die Diskrepanz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung mehr als deutlich sichtbar: Während der mediale Mainstream überschwänglich über den „Vorzeige-Asylwerber“ und die angeblich gelungene Integration des jungen Mannes berichtet, braut sich in Polizei, Justiz und anderen Behörden etwas zusammen.

Anders ist es nicht zu erklären, dass der Strafakt des Afghanen an die „Krone“ übermittelt wurde. Bemerkenswert ist jedoch die Sturheit, mit der Anschobers „Grüne“ ohne Rücksicht auf eigene Stimmenverluste blindlings bei ihrer Haltung bleiben. Laut Spectra-Umfrage von vergangener Woche ist die Partei österreichweit mittlerweile auf zwei Prozent abgestürzt. Das liegt neben Chaosmanagement und andauernden Personalquerelen natürlich auch an der Themensetzung.

grüne
Der Grauammer bräuchte mehr Hilfe von den Grünen als viele Afghanen!

Grüne sollen sich um Vögel kümmern

Dahingehend hätte ich auch gleich einen Tipp parat: Der Grauammer ist eine bedrohte heimische Vogelart, dessen Population zuletzt um 90 Prozent zurückgegangen ist. Vielleicht sollten die Grünen diese aussterbende Vogelart zum Anlass nehmen, um sich wieder verstärkt auf ihre einstigen Kernthemen zu besinnen und den Rechtsstaat einfach Rechtsstaat sein lassen…