„Frauen und Kinder“ müsse man schnell aus der Krisenregion holen, auch sogenannte „Ortskräfte“ einfliegen. Es stellt sich aber immer mehr heraus: Die Erzählung entbehrt jeglicher Grundlage – und mittelfristig droht wohl ein „neues 2015“.

Alleine die Bundeswehr brachte bislang 3.849 Afghanen nach Deutschland, nur 138 davon sind echte „Ortskräfte“, dazu 496 Familienangehörige. Auch vorbestrafte und zuvor abgeschobene Personen sind unter den Neuankömmlingen. Das hält österreichische Politiker nicht ab, auch für unser Land ein Kontingent zu fordern: SPÖ-Obfrau Pamela Rendi-Wagner will Frauen aufnehmen, die „für uns und unsere westlichen Werte gekämpft“ hätten.

Humanitäre Pflicht?

Das neutrale Österreich beteiligte sich aber nicht am Afghanistan-Einsatz und Afghaninnen nahmen nicht an Kampfeshandlungen teil. Auch der Appell der grünen Justizministerin Alma Zadić, die für eine vermeintliche humanitäre Pflicht an die Hilfe im Balkankrieg erinnert – auch sie kam damals aus Bosnien nach Österreich – geht am Ziel vorbei: Jugoslawien war, anders als Afghanistan, ein Nachbarland.

ÖVP-Ministerin für Aufnahme von Afghanen

Sogar ÖVP-Europaministerin Karoline Edtstadler sieht es als „unsere Pflicht, Menschen zu unterstützen und dort rauszuholen“. Gegen deren Aufnahme in Österreich stemmt sich die Kanzler-Partei zwar aus taktischem Kalkül noch. Die Frage ist aber, wie lange sie den Widerstand noch mimt. Denn seit Wochen versuchen illegale Migranten über die grüne Grenze zu kommen, Asylanträge vor allem von Afghanen und Syrern steigen rapide an …

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