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Eine Gruppe soll ins Pflegeheim Hartheim (Bezirk Eferding) eingedrungen sein und eine 52-jährige vergewaltigt haben. („Wochenblick“ berichtete). Ihre Betreuerin fand die verängstigte Frau vor und leitete die Anzeige ein. Das war die erschütternde Nachrichtenlange, die im September 2017 kurz in einigen Medien aufflammte.

Ein Bericht von Georg M. Hofbauer


Der „Wochenblick“ versucht an der immer mysteriöser werdenden „Noch-Nicht-Aufklärung“ der vermeintlichen Gruppenvergewaltigung durch Bewohner eines angrenzenden Asylheimes dran zu bleiben.

Keine Spur zu den Tätern

Bereits drei Wochen nach der Tat zeigten sich einige Medien, darunter auch die „Krone“ bereits verwundert, dass es noch immer keine Spur zu den Tätern gibt. Für die Angehörigen der rund 300 Beeinträchtigen im Pflegeheim und für die Bewohner und Bewohnerinnen mit Sicherheit eine große Belastung.

Auch wieder nur auf „Anstoß von Aussen“ wurde im Jänner bekannt, dass DNA-Spuren gefunden worden sind, aber die Auswertung weiterhin Zeit beanspruche. Soweit sinngemäß die Ausführungen der Staatsanwaltschaft Wels, die in diesem Fall federführend ist und auch ausschließlich – darauf wird bei der Recherche von der Bundespolizeidirektion ausdrücklich hingewiesen – zuständig sei für die Pressearbeit.

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Das Opfer litt furchtbar.

Keine rasche Aufklärung zu erwarten

„Welche Pressearbeit?“, fragt sich der Beobachter. Der „Wochenblick“ versucht fünfeinhalb Monate nach der Tat einfach nur den aktuellen Stand der Ermittlungen abzufragen. Täter womöglich bereits identifiziert oder bereits überführt, aber keiner weiß davon? Doch offensichtlich hat niemand Interesse, den Fall forciert anzupacken. Die rasche Aufklärung dürfte nicht im Vordergrund stehen, das darf man nach dem zähen Informationsfluss inzwischen festhalten.

Besonders bemerkenswert, dass Angehörige von einem ähnlichen Vorfall berichten, der sich vor mehr als einem Jahr zugetragen haben soll. Aufklärung oder ein „informelles Update“ aus Hartheim erwartete sich der „Wochenblick“ nach dem Schweigen der Staatsanwaltschaft Wels von der Heimleitung in Hartheim selbst: Zwei Pressesprecher, eine Heimleiterin stünden grundsätzlich für derartige Anfragen zur Verfügung.

Keine verwertbaren Informationen

Viele Telefonate mit Damen aus Vorzimmern brachten bisher keine verwertbaren Informationen. Ein Rückruf von kompetenter Stelle wurde avisiert…
Kurz vor Redaktionsschluss erfolgt dann zwar kein Rückruf, wie ersucht, sondern es treffen nur wenige aber vielsagende Zeilen per Mail aus Hartheim ein.

Petra Fosen-Schlichtinger, Sprecherin des Heimes: „Im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Übergriff auf eine Klientin im September des vergangenen Jahres wurde das diesbezügliche Strafverfahren seitens der Staatsanwaltschaft eingestellt.“