Ein Lagebericht von Hilfsorganisationen sorgt für Entsetzen: Ausgerechnet in Asylunterkünften kommt es immer häufiger zu Übergriffen von Islamisten auf Christen und Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden!

Die Opfer berichten von sexueller Gewalt, Körperverletzung und Drohungen. Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich handelt es sich längst nicht mehr um Einzelfälle.

In fast 200 Fällen Wachpersonal beteiligt

Verfolgte Christen und Jesiden suchten Schutz vor Islamisten in Europa. Doch der Islamismus ist ihnen nach Europa gefolgt. Ein aktueller Bericht des christlichen Hilfswerks „Open Doors“ zeigt nun erstmals das ganze Ausmaß der Tragödie: in deutschen Asylunterkünften wurden 743 Christen und Jesiden zu Opfern gewaltbereiter Muslime. Das geht aus Einzelgesprächen hervor, die „Open Doors“ mit Betroffenen führte.

Dokumentiert sind 44 sexuelle Übergriffe, 416 Mal Körperverletzung, 314 Todesdrohungen gegen Einzelpersonen oder Familien und 615 Fälle anderer Verfolgung. Besonders bedrückend: In über 600 Fällen waren Asylwerber die Täter, in fast 200 Fällen muslimische Angehörige des Wachpersonals. Open Doors und seine Partner sprechen davon, dass es eine „erheblich größere Zahl von Vorfällen“ gibt.

Übergriffe auch in Österreich

Für Österreich liegen noch keine konkreten Zahlen vor. Laut Kurt Igler, Leiter von Open Doors Österreich, sind die Schilderungen aber auch in Österreich keine Einzelfälle: „Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, gibt es auch in österreichischen Flüchtlingsunterkünften immer wieder Drohungen und Angriffe auf Christen durch muslimische Mitbewohner“ und setzt fort: „Mögliche religiöse Motive und Rechtfertigungen werden dabei kaum wahr- beziehungsweise ernst genommen.“

Erste Reaktionen

In Deutschland widmen sich nun vereinzelt staatliche Behörden dem Problem. Der erste Schritt zur Lösung des Problems wäre nach Kurt Igler eine aufmerksame behördliche Untersuchung auch in Österreich. FPÖ-Bundesrat Michael Raml hat heute als erster auf die Veröffentlichung von Open Doors reagiert: „In letzter Konsequenz muss auch eine sofortige Abschiebung möglich sein. Wer einerseits vorgibt Schutz zu suchen, gleichzeitig aber andere Flüchtlinge wegen ihres Glaubens schikaniert, hat in Wahrheit sein eigenes Schutzrecht verwirkt.“

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