Von einem Richter will sich der Gmundner Musiker und Tonstudiobetreiber Florian „Flo“ Daxner (45) nun seine ärztlich attestierte Befreiung von der Maskentragepflicht bestätigen lassen, weil er damit zurzeit überall ignoriert werde.

Doch der Mann pocht auf sein Recht. Denn laut Paragraf 11 Absatz 3 der Covid-19-Maßnahmenverordnung gehöre er zu jenen Personen, „denen aus gesundheitlichen Gründen das Tragen der Vorrichtung nicht zugemutet werden kann.“

Hausordnung wird über das Gesetz gestellt

Das scheint den meisten Firmen und Institutionen, mit denen er es zu tun hat, allerdings egal zu sein. „Sie pochen auf ihre Haus- oder Firmenordnung und setzten sich damit über das Gesetz“, entrüstet sich der Betroffene: „So wie es derzeit aussieht, scheinen ärztliche Atteste in diesem Land nicht mehr zu sein als ein Fetzen Papier, der keine Gültigkeit hat.“

Hinweis auf Attest wurde abgeschmettert

Denn bei einer Fahrt in der Traunsee-Tram der Firma Stern & Hafferl wurde Daxner vom Schaffner mit der Nummer 1257 aufgefordert, sofort eine Maske aufzusetzen. Sein Hinweis auf die ärztliche Bescheinigung wurde vom Zugbegleiter mit den Worten abgeschmettert, dass solche Atteste in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gültig wären.

Kein Zutritt in Therme

An der nächsten Haltestelle setzte er seinen Fahrgast an die Luft. Ähnliche „gesetzeswidrige Verstöße“ erlebte Daxner dann noch bei seinem Askö-Tischtennis-Verein Laakirchen, wo man ihn von der Turnierteilnahme auslud, und in der Eurotherme in Bad Schallerbach, wo man ihm den Zutritt verwehrte – ebenso wie in einem Physiotherapie-Zentrum in Gmunden.

Will Weg der Zivilklage beschreiten

Auch dort verweigerte Daxner, mit dem Hinweis auf das Attest, das Aufsetzen der Maske und ersuchte um Herbeiholung der Polizei. Die kam dann auch und sagte, dass er wegen des mittlerweile gegen ihn verhängten Hausverbots das Haus jetzt zwar verlassen müsse, er aber bei Gericht eine Zivilklage einbringen könnte. Daxner kündigte an, eine solche Klage einzubringen.