FPÖ-Landwirtschaftssprecher Reinhard Teufel zeigt seinen Testkauf aus dem Lagerhaus: Billigbrennholz aus Slowenien!

Die Lage für die österreichischen Waldbauern spitzt sich zu. Statt auf Regionalität setzt der Handel weiter auf billige Holzimporte.

Die österreichischen Waldbauern haben es doppelt schwer. Einerseits haben sie mit einer Borkenkäfer-Plage zu kämpfen, so dass viele Bäume als Schadholz gefällt werden müssen, und andererseits haben sie mit Billigimporten aus dem Ausland zu kämpfen. Diese drücken den Holzpreis weiter nach unten und zudem hat das importierte Holz teilweise eine zweifelhafte Herkunft und kann Schadstoffe enthalten oder sogar radioaktiv verstrahlt sein (Wochenblick berichtete).

Heimische Waldbauern fühlen sich gefrotzelt

Auch die österreichischen Lagerhäuser, die ja genossenschaftlich organisiert sind, machen bei diesem Spiel mit und versuchen an ausländischen Billigholz zu verdienen. Statt die eigenen Bauern zu unterstützen geraten diese durch das ausländische Billigholzangebot zusätzlich unter Druck. „Wir agieren sowohl regional als auch international im Interesse unserer Eigentümer, Kunden und Partner“, ist auf der Homepage des „Lagerhaus“ zu lesen. „Dass in den Märkten slowenisches Holz zu Billigstpreisen angeboten wird und die heimischen Waldbauern auf ihrem Schadholz sitzen bleiben, ist eine Sauerei“, sagt der freiheitliche Landwirtschaftssprecher und Landtagsabgeordnete Mag. Ing. Reinhard Teufel aus Niederösterreich. Zudem sieht Teufel in dem Agieren der Lagerhäuser einen Widerspruch zum Genossenschaftsgedanken eines Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Schließlich lautet der Leitspruch für die landwirtschaftlichen Genossenschaften nicht umsonst „Einer für alle, alle für einen“.

Das Sortiment gehört umgestellt

Um endlich wirklich etwas für die Waldbauern zu tun und die österreichische Waldwirtschaft zu erhalten muss schleunigst gehandelt werden. „Ich erwarte mir, dass das Lagerhaus das Sortiment augenblicklich umstellt und ausschließlich heimisches Holz anbietet. Dann würde auch wieder die Aussage auf der Homepage stimmen, wonach das Lagerhaus ‚fair, wertschätzend und vertrauensvoll miteinander umgeht‘“, betonte Teufel.