Selbst ernannte Faktenchecker liefen virtuell Amok, nachdem der Wochenblick den Versuch des Sachverständigen Dr. Traindl publizierte. Dieser wies im September anlässlich eines Gutachtens nach, dass der CO2-Gehalt unter Mund-Nasen-Schutzmasken rasch die erlaubten Grenzwerte überschreitet. Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit wurde ein solcher Versuch auch schon im Mai von einem Arzt in Graz durchgeführt – mit demselben Ergebnis.

Der Beschreibung des Videos nach, die auf der Originalseite einsehbar ist,  war der sympathische Mediziner Gerald Senarclens de Grancy in Folge seines „amateurhaften Versuchs“ zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Dennoch interessierten sich bislang weit über 100.000 Menschen für das Video. Während viele den Versuchsaufbau kritisierten sollte man vielleicht die Eigeninitiative des Mediziners in der heißen Phase des ersten Lockdowns anerkennen und zudem festhalten, dass zahlreiche Eltern ihren Kindern selbst aus Stoff gefertigte Masken mit in die Schule geben.

Das viel beachtete Gutachten von Dr. Traindl wurde auf vielen Plattformen zensiert. Bei Wochenblick ist es nach wie vor verfügbar: Sachverständiger beweist live: CO2-Werte unter Masken gesundheitsschädlich.

So genannte Faktenchecker berufen sich darauf, dass zwar der CO2-Gehalt unter Masken unter Umständen ansteigen könne, der Sauerstoffgehalt im Blut aber unverändert bliebe. Allerdings wurden dazu bislang nur Versuche mit Erwachsenen durchgeführt. Speziell Kindeärzte merken aber immer wieder an, dass die noch nicht vollständig ausgewachsenen Atemwege bei Kindern zu beachten wären, wo Probleme mit dem Totraumvolumen auftreten können. Aus China gibt es gesicherte Berichte, dass mehrere Jugendliche im Sportunterricht verstarben, wo sie zum Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske gezwungen wurden. Die kommunistische Diktatur verbot daraufhin das Tragen von Masken im Sportunterricht. Dass es zu Schutzmasken seit Jahrzehnten arbeitsrechtliche Normen gibt, welche die Beschaffenheit aber auch die höchstzulässigen CO2-Werte betreffen, interessierte die „Faktenchecker“ bislang nicht.