Beachtlich: Verstirbt ein hochbetagter Mensch in Österreich und ist irgendwann zuvor positiv auf Corona getestet worden, gilt es als unerheblich, woran er wirklich starb. Er wird auf oberste Anweisung des Gesundheitsministeriums als Corona-Toter gezählt. Anders ist dies jetzt, nachdem fleißig – ebenso auf oberste Anweisung – geimpft wird. Verstirbt ein Mensch kurz nach der Corona-Impfung, hat nichts mit nichts zu tun. So geschehen in einem Pflegeheim im niederösterreichischen Pöchlarn: Dort verstarben zwei Bewohner wenige Tage nach der Pfizer / Biontech – Impfung.

Die Pflegeheime des Betreibers SeneCura waren in den letzten Wochen regelmäßig in den Nachrichten. Bereits im September wegen eines  Corona-Clusters in St. Veit, im November wegen eines Corona-Clusters in Ternitz und vor einem Monat wegen eines Corona-Clusters im Pflegeheim Pöchlarn. Die SeneCura Gruppe ist der führende private Betreiber von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in Österreich, heißt es stolz auf der Homepage. Man betreibt 81 Einrichtungen mit 7.000 Betten in Österreich und 17 Häuser in Tschechien. Weshalb die Corona-Erkrankung Covid-19 nach all den angeordneten Tests und Maßnahmen der Regierung in Seniorenheimen immer wieder ausbricht, erklärt man dort nicht.

Erste Impfungen in Pöchlarn verabreicht

Das Unternehmen bewirbt auf seinem Internetauftritt die Pfizer/Biontech Corona-Impfung, die österreichweit ab Mitte Jänner verfügbar wäre. Einen ersten Probelauf erwähnt man dort auch, dieser wurde am 28.12.2020 im „Sozialzentrum Pöchlarn“ durchgeführt. 90 Bewohner und 30 Mitarbeiter kamen in den Genuss des für Kritiker als reichlich experimentell geltenden mRNA Impfstoffs. „Die Teams der SeneCura Pflegeeinrichtungen zählen zu den ersten, die eine Impfung gegen Covid-19 erhalten werden“, freut man sich dort. Da es sich aber um eine neue Technologie handle, würden die Ergebnisse der Impfstoffstudien auch im eigenen Haus nochmals überprüft.

Bei der Impfung großer Presserummel

Die Impfungen wurden mit großem Presserummel vom medizinischen Direktor von OptimaMed (einer Marke von SeneCura) verabreicht. Man verkündete stolz, mit Foto und vollem Namen, dass die erste Bewohnerin, die man impfte, bereits 96 Jahre alt war. Ob sie zu den Verstorbenen zählt, ist unbekannt. Bekannt ist, dass die große Pfizer/Biontech Impfstudie keine Patienten über dem Alter von 85 Jahren berücksichtigte, wie auch die Gesundheitsbehörden in Norwegen jüngst nach dem Tod zweier Senioren festhielten.

Todesfälle nur in einem Medium zu finden

Dass es Todesfälle unter den „frisch geimpften“ gibt, ist wieder einmal den sozialen Medien und dem Mut eines Bezirksredakteurs von meinbezirk.at zu verdanken. Ob dem tapfere Zeitungsmann im ÖVP-regierten Niederösterreich in Hinkunft ein Berufswechsel bevorsteht, wird sich zeigen. Exklusiv berichtet er in den Bezirksblättern: Obduktion bestätigt nun: Beide verstarben an ihren Vorerkrankungen. Der Todeszeitpunkt wurde nicht veröffentlicht, dürfte aber in der ersten Woche des Jahres liegen. Beachtlich: Weder die APA, die im Eigentum des ORF befindliche Nachrichtenagentur, noch irgendein anderes etabliertes Massenmedium nahm sich der Sache an.

Wurden ein weiteres Mal Todkranke geimpft?

Die einzige Pressemeldung Österreichs, durch die der zunächst nur in Gerüchten verbreitete Sachverhalt bestätigt wurde, wiegelt ab: Es wären zwar zwei Bewohnerinnen des SeneCura Sozialzentrums Pöchlarn kürzlich verstorben, ein Zusammenhang mit der Impfung bestünde aber nicht. Beide Damen wären an ihren Vorerkrankungen verstorben. Dies würde auch der Amtsarzt bestätigen. Ein weiteres mal stellt Wochenblick die Frage, weshalb man sehr betagte Bewohner von Pflegeheimen, die offenbar schon kurz vor dem Tod stehen, noch mit einer experimentellen mRNA Impfung quält. Und weshalb Menschen, die knapp nach der Impfung versterben zwar nicht als Impftote geführt werden, Gesundheitsminister Anschober aber darauf besteht, dass alle Verstorbenen die je an Corona erkrankt waren in die Statistik der Coronatoten eingehen müssen. Eine seriös geführte Statistik sieht anders aus, allerdings muss man dem Minister nachsehen, dass Statistik in der Ausbildung zum Volksschullehrer keinen hohen Stellenwert hat.

Die Frage ist aber auch, wie lange sich die Hinterbliebenen in solchen Fällen aber auch die Menschen in ganz Österreich noch an der Nase herumführen lassen.

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