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Mit einem auch auf arabisch lesbaren Klima-Malheft für Schüler hat die Kärntner SPÖ-Jugendlandesrätin Sara Schaar bei ÖVP und FPÖ jetzt für Unmut gesorgt. Das stark umstrittene Heft wird kostenlos an Kärntner Volksschulen verteilt.

Pikant: Um vorgeblich die „Völkerverständigung“ und „Integration“ von Migranten zu fördern, gibt es das Heft nicht nur auf Deutsch und Slowenisch, sondern als dreisprachige Version auch auf Arabisch!

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FPÖ und ÖVP protestieren

Die FPÖ Kärnten protestiert scharf. „Wo soll der Anreiz für ein arabischsprachiges Kind zum Erlernen der deutschen Sprache liegen, wenn man ihm alles in seiner Muttersprache vorlegt. Wenn diese Kinder mehr über den Klimaschutz wissen wollen, dann sollen sie zuerst Deutsch lernen! Wobei es wahrscheinlich das Beste wäre den arabischen Kindern unsere Bibel in die Hand zu drücken“, erklärt der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend Roman Linder.

Schaar solle das Geld für dieses „Unsinns-Heft“ lieber einsparen und die Jugendnotschlafstellen in Klagenfurt und Villach damit dauerhaft finanziell absichern. „Die SPÖ-geführte Landesregierung fühlt sich nicht wirklich zuständig und die beiden roten Bürgermeister wollen dieses Thema am liebsten auch weiterreichen. Dafür haben wir angeblich kein Geld. Das ist eine Schande für unser Land!“, unterstreicht Lindner.

sabine schaar spö
Mit der Präsentation des Malhefts sorgte die Kärntner SPÖ-Landesrätin Sabine Schaar für reichlich Empörung!

Von EU gefördertes „Klima-Projekt“

Auch seitens der ÖVP gibt es Kritik. „Die Volksschule ist dafür da, dass alle Kinder Deutsch lernen, auch jene mit Migrationshintergrund“, erklärt der zuständige ÖVP-Bildungssprecher Herbert Gaggl. „Sprache ist ein wesentlicher Teil der Integration – in Kärnten sei dies die deutsche Sprache.“

Das Klima-Malheft wird seit sechs Jahren gratis an Kärntner Volksschulen verteilt. Es enthält unter anderem Hinweise zu Abfallvermeidung, dem Einkauf gesunder Lebensmittel bis hin zum umweltbewussten Geschenke-Einpacken. Das Heft wird im Rahmen des von der EU geförderten Projektes „Change the Power – (Em)power to change“ neu aufgelegt. Dieses Projekt soll „bewusstseinsbildende Maßnahmen“ zum Klimaschutz setzen.