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Große Aufregung in Linz wegen Dienstleistungen der besonderen Art: Migranten werden der städtische Service in zahlreichen Einwanderer-Sprachen angeboten. Damit verbunden sind offenbar massive Kosten. Der Gemeinderat Peter Stumptner protestiert jetzt!

Ein mehrsprachiges, oft sehr kostenintensives Serviceangebot sei in Linz „gelebte Praxis“, betont Stumptner (FPÖ) auf „Wochenblick“-Anfrage.

Unsere Zeitung hat nachrecherchiert: So gibt es unter anderem eine angebotene Broschüre „Willkommen in Linz“, die in insgesamt acht Sprachen angeboten wird – darunter auch auf Albanisch, Rumänisch und Bosnisch.

„Willkommens-Broschüre“ zu Sozialleistungen

Die Willkommens-Broschüre enthält unter anderem auch umfangreiche Hinweise zu Sozialleistungen.

Zudem wird auch die Mutterberatung auf Albanisch und Türkisch angeboten. In städtischen Servicestellen würden zahlreiche Informationen in vielerlei Sprachen ausliegen, unterstreicht Stumptner zudem. Mehrere Lokalaugenscheine unserer Redakteure bestätigen dies.

Gegenantrag abgelehnt

Der FPÖ-Antrag im Gemeinderat forderte eine Reduktion des Sprachangebotes sämtlicher Leistungen auf die deutsche Sprache. Er wurde von sämtlichen anderen im Linzer Gemeinderat vertretenen Parteien abgelehnt.

„Kriminelle Ausländer natürlich sofort abschieben!“
Gemeinderat Peter Stumptner kritisiert das mehrsprachige Angebot scharf – es würde falsche Anreize setzen und wäre zudem mit hohem Verwaltungsaufwand verbunden.

Stumptner kritisiert neben dem erhöhten Verwaltungsaufwand, der durch kostspielige Übersetzungsleistungen aufgebracht werden müsste, auch den Anstieg von Sprachförderprogrammen, der dadurch entstehen würde.

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Stumptner: Klare „Parallelgesellschaft“

Denn nicht Deutsch beherrschende Migranten würden jetzt kaum motiviert werden, die österreichische Amtssprache zu lernen. „Wenn die Eltern die Sprache nicht lernen wollen, warum sollten es dann die Kinder tun“, betont Stumptner gegenüber „Wochenblick“. Es handele sich beim Spracherwerb jedoch um eine „Bringschuld der Migranten“.

Zum Teil gebe es gravierende Probleme mit „Familien, die schon mehrere Generationen in Österreich leben“, jedoch kein Deutsch beherrschen. Stumptner spricht sogar von einer „Parallelgesellschaft“, die in Linz eindeutig vorhanden sei.

Er unterstreicht: „Somit trägt auch Linz dazu bei, unser Schulsystem möglichst inneffizient zu gestalten und das Niveau sukzessive nach unten zu drücken. Davon abgesehen, spielt dieses ‘Service‘ der Stadt Integrationsverweigerern in die Karten und bestätigt diese sogar an ihrem Kurs festzuhalten.“

Infos zu AMS-Leistungen auf Afghanisch

Tatsächlich werden nicht nur in Linz Hinweise zu Serviceleistungen in Fremdsprachen angeboten. So bietet beispielsweise das AMS Info-Videos rund um Sozialleistungen in sechs verschiedenen Sprachen an („Wochenblick“ berichtete).

Unter den angebotenen Fremdsprachen befindet sich auch die in Afghanistan gesprochenen Sprachen Dari und Paschtunisch. 

Zusätzlich vertreten sind unter anderem die arabische, die englische und die russische Sprache.