Schon seit längerer Zeit sieht sich der österreichische Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres mit dem Vorwurf konfrontiert, er und seine Institution seien die unkritischen Handlanger und Vollzugsorgane der Regierung, die ihm und dem Rest des Landes vorgäbe, wie die sogenannte Corona-Pandemie am wirksamsten zu bekämpfen sei.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Jeden noch so gut begründeten und argumentierten Einwand oder Widerstand gegen die offiziell verordneten Maßnahmen bewerten Bundeskanzler Sebastian Kurz, Gesundheitsminister Rudi Anschober und Thomas Szekeres fast schon als Hochverrat.

Als „Covidioten“ verunglimpft

Ärzte, die ihre eigene Auffassung von dieser „Test-Pandemie“ haben, wie sie das Corona-Phänomen nennen, werden als „Covidioten“ verunglimpft und mundtot gemacht oder – wenn sie Krankenhausärzte sind – sogar entlassen. Im September sprachen hunderte Menschen lautstark ihre Solidarität für die kritischen Ärzte im Zuge einer Demo vor der Wiener Ärztekammer aus.

„Corona aus politischem Hickhack heraushalten“

Im Zuge dessen raffte sich der der oberösterreichische Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser in der ORF-Sendung „Oberösterreich Heute“ zu einem Appell auf.

„Man sollte Corona aus dem politischen Hickhack heraushalten und den Ärzten überlassen“, erklärte er auf die Frage eines Journalisten, wie man die Debatte um das Virus wieder versachlichen könnte.

Nur an welche Ärzte Niedermoser dabei dachte, sagte er nicht. Es ist aber zu befürchten, dass es die bereits bekannten, unkritischen und regierungshörigen Mediziner sind.