Ein geplanter Auftritt der rechten kroatischen Band „Thompson“ in Kremsmünster wurde abgesagt. SPÖ und Grüne sprachen sich im Vorfeld entschieden für eine Absage des Konzerts aus.

„Ustascha“-Verherrlichung?

Kritik kam auch vom „Mauthausen Komitee Österreich“ (MKÖ) und dem „oberösterreichischen Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus“

Frontman der kroatischen Rockband ist Marko Perković, er und die Band sind in Kroatien richtige Rockstars. Thompson interpretierte während des Kroatenkrieges teilweise nationalistische Songs und führt zeitweise ein Lied der recht extremen „Ustascha“-Bewegung auf. Darin liegt wohl der größte Kritikpunkt der Gegner des Konzerts.

Auch Anschober stemmte sich mutig dagegen

Integrations-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) machte im Vorfeld gegen das Konzert mobil und verwies auf viele Mails und Anrufe von Migranten aus Ex-Jugoslawien. Besonders in Hinblick auf das heute problemfreie Zusammenleben dieser Migranten in Österreich sagte Anschober: „Dieses darf durch Hetze von außen und die Genehmigung dieses Konzerts nicht abermals infrage gestellt werden. In diesem Sinne habe ich bereits mehrere Mails und Anrufe aus der Community bekommen. Ich fordere daher die Absage des Konzerts!“

Veranstalter versteht Aufregung nicht

Gegenüber den „OÖN“ zeigt sich der Veranstalter überrascht, versteht die Aufregung nicht. Die Band hätte zuvor schon in Wien gespielt und dabei habe es keinerlei Probleme gegeben.

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