Eigentlich sah alles gut aus für Stephanie Dubois. Das 39-jährige Model aus England wohnte seit fünf Monaten mit ihrer Familie auf Zypern. Auf der sonnigen Insel zu leben war ihr großer Traum. Doch dann kam plötzlich der Horror. Nach einer Corona-Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca wurde die Schönheit überraschend aus dem Leben gerissen.

Von Berthold Krafft

Tsada ist eine kleine Ortschaft inmitten der malerischen Landschaft von Westzypern. Da die Siedlung auf einem Hügel liegt, kann man von Tsada bis zum Meer sehen. Ein Haus in solch einem Idyll zu haben ist ein Traum, den wohl viele hegen. Für Dubois ist er in Erfüllung gegangen. Wäre sie nicht am 6. Mai in die Hafenstadt Paphos gefahren, um sich impfen zu lassen, könnte sie wahrscheinlich diesen Traum noch immer leben.

Blau angelaufener Arm, Zitteranfälle, Koma


Nur zwölf Tage später veröffentlichte sie ihren letzten Eintrag auf Facebook: Ein grausiges Foto von ihrem blau angelaufenen Arm. Schon am 14. Mai wurde sie ins Krankenhaus von Nikosia eingeliefert.

An diesem Tag schrieb sie: „Nach dem Aufwachen habe ich mich gut gefühlt. Doch schon eine Stunde später hatte ich Zitteranfälle, alle meine Gelenke funktionierten nicht mehr richtig; ich konnte nicht mehr gut atmen, fühlte mich kalt bis auf die Knochen und hatte beständig Kopfschmerzen und Schwindel.“ Am 19. Mai fiel sie schließlich in ein Koma, aus dem sie nicht mehr erwachen sollte. Am 22. Mai starb Dubois an einer Gehirnblutung.

Gesundheitsministerium: „Es wird niemals klar sein, was sie getötet hat“

Die Ärzte bestätigten, dass sie keinerlei Vorerkrankungen hatte. Ein Zusammenhang mit der Impfung ist also naheliegend. Die Sprecherin des zypriotischen Gesundheitsministeriums, Elena Panayiotopoulou, will dies aber nicht bestätigen. „Es wird niemals klar sein, was sie getötet hat“, erklärte sie. Es haben jedoch auch zwei andere Zyprioten nach der Impfung Blutverklumpungen bekommen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) untersucht derzeit den Fall.

Impfte sich Dubois für Australien-Urlaub?

Warum riskierte Dubois die möglichen Komplikationen einer Impfung, obwohl sie auf Grund ihrer guten Gesundheit und ihres Alters überhaupt nicht zur Risikogruppe gehörte? Sie hatte einen Urlaub mit einem Freund in Australien geplant. Möglicherweise hatte sie sich schon vorsorglich für diesen Ausflug impfen lassen, um somit die strengen Corona-Reiseregeln zu erfüllen. 

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