Der Gewinner des englischen Football Association Cups wird dieses Jahr erstmals mit alkoholfreiem Champagner feiern. Als Grund wird die Rücksichtnahme auf Spieler, die Alkohol aus religiösen Gründen ablehnen, angegeben. Verrückt: Niemand forderte ein solches Alkoholverbot. Der Cup wird auch im Jahr 2019 wieder von der staatlichen arabischen Fluggesellschaft „Emirates“ gesponsert.

Die Siegermannschaft des diesjährigen FA Cups wird erstmals in der Geschichte mit alkoholfreiem Champagner anstoßen. „Gewinnerteams werden ab diesem FA-Cup-Finale beginnend mit allen Wettbewerben der FA mit nicht alkoholischem ‚Champagner‘ ausgezeichnet“, so das Statement des englischen Fußballverbands FA. „Damit soll sichergestellt werden, dass wir Spielern und Gemeinschaften, die möglicherweise vom Alkoholkonsum ausgeschlossen sind, sowie Spielern unter 18 Jahren, so weit wie möglich mit einschließen.“

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Kein konkreter Anlass

Seit Längerem wurde im Verband überlegt ein Alkoholverbot einzuführen. Man weigerte sich bis vor Kurzem, um nicht als Partybremse zu gelten. Ein solches Verbot hatte jedoch niemand konkret gefordert. Der konkrete Anlass blieb bis jetzt völlig offen.

Premier League als Vorbild

Doch die FA zog ihren Alkoholbann durch. „In allen FA-Wettbewerben werden die Gewinner fortan mit alkoholfreiem Champagner für die Siegesfeiern prämiert, beginnend mit dem diesjährigen Emirates FA-Pokalfinale“, so ein Sprecher des Verbandes. Damit orientiert man sich an dem Feierritus der Premier League. Seit sieben Jahren wird dort die langjährige Tradition, dem Spieler des Spiels eine Flasche Champagner zu überreichen, nicht mehr fortgeführt. Muslimische Spieler verweigerten stets die Flasche.

Das Finale des ältesten Pokalwettbewerbs der Welt findet am 18. Mai (18:00 Uhr) zwischen Meister Manchester City und dem FC Watford im Londoner Wembley-Stadion statt.