stau linz

Oberösterreich ist das Land der Pendler. Die Landeshauptstadt droht nicht zuletzt deshalb derzeit im absoluten Verkehrs-Chaos zu versinken. Dauerprojekte wie die Westring-Autobahn, neue Querungen über die Donau und sogar eine Seilbahn durch die Stadt sollen Probleme lösen.

Eine Reportage von Christian Seibert und Rene Rabeder

Werbung

Der Frust ist groß

In Oberösterreich pendeln 58 Prozent der Arbeitnehmer täglich zu ihrem Arbeitsplatz. Der Löwenanteil davon in die Landeshauptstadt Linz. Nur lediglich acht Prozent nutzen dafür öffentliche Verkehrsmittel.

So kommt es, dass unter der Woche jeden Morgen rund 55.000 Fahrzeuge aus dem nördlichen Mühlviertel, und mehr als 75.000 PKW vom Süden her, über die A7, die Umfahrung Ebelsberg, die B1 und die B139, in das mittlerweile ohnehin schon chronisch verstopfte Linzer Straßennetz rein –und abends wieder raus – strömen.

stau linz
Der beinahe tägliche Stau treibt so manchen Linzer in die Verzweiflung.

Es droht der Infarkt

Das hat zur Folge, dass in der „Rush-Hour“ selbst eigentlich kurze Strecken zu einer nervenzerreißenden Geduldsprobe ausarten. Das Bild von hinter ihren Lenkrädern wild gestikulierenden und lauthals fluchenden Autofahrern ist jedenfalls ein nunmehr sehr vertrautes. Den „Wochenblick“ erreichen täglich Zuschriften frustrierter Autofahrer, die über teilweise schlecht koordinierte und nicht ausreichend kommunizierte Arbeiten berichten, die die ohnehin angespannte Verkehrssituation zusätzlich zu verschlimmern scheinen.

Fragwürdige Sanierungen

So wunderten sich nicht wenige, warum beispielsweise der Römerberg-Tunnel just zu der Zeit saniert wurde, zu der durch die derzeit fehlende Brücke eigentlich schon genug Chaos herrschte. Ein leidgeplagter Pendler aus Freistadt im Mühlviertel berichtet uns, dass er morgens von seinem Haus bis zur Stadteinfahrt Linz rund 25 Minuten benötigt – für die letzten fünf Kilometer zu seinem Arbeitsplatz sich dann aber noch teilweise für 45 Minuten oder länger auf der Donaulände und in der Stadt im Schneckentempo quält. Im menschlichen Körper führen dauerhaft verstopfte Arterien zu lebensgefährlichen Notfällen. Und auch der Stadt Linz droht derzeit immer öfter der absolute Verkehrsinfarkt.

Kompletter Artikel in der aktuellen Ausgabe:
Bestellen Sie gleich die aktuelle Ausgabe unter melanie.hanek@wochen-blick.at mit dem Betreff Ausgabe 30/2018, zusätzlich erhalten Sie auch noch 3 Wochen lang den Wochenblick GRATIS und UNVERBINDLICH.

Mit einem gratis Schnupperabo erhalten Sie die nächsten 4 Wochen alle spannenden Artikel komplett und kostenlos nach Hause geliefert!