Die Polizei von Barcelona verhaftete am Neujahrsabend einen Franzosen algerischer Herkunft, als er die berühmte Sagrada-Familia-Kirche in Barcelona betreten wollte. Bei einer Sicherheitskontrolle fand man in seinem Rucksack eine Waffe und fünf Patronenmagazine.

Trotz widersprüchlicher Angaben wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Terrorwarnungen seitens der USA wurden die Kontrollen in Spanien an touristischen Sammelpunkten, auch an der Kirche, verschärft.

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Pistole und Messer im Auto, Munition im Hotel

Besonders pikant: laut Medienberichten ist der Mann Angehöriger der 8. Marineinfanterie Fallschirmjäger im französischen Militär und stammt aus dem südfranzösischen Castres. Die Polizei durchsuchte sein Fahrzeug und fand dort eine Mac-50-Pistole mit herausgeschliffener Seriennummer und eine Art Leatherman-Messer. In seinem Hotelzimmer fand man weitere Munition. Der Soldat erklärte den Behörden, die Munition sei versehentlich im Rucksack gewesen, er habe vergessen, sie nach einer Waffenübung seinem Regiment zurückzugeben. Dies wurde allerdings nach Rückfrage von seinem Regiment nicht bestätigt. Ebenso hieß es, die im Auto sichergestellte Pistole stamme nicht aus seiner Waffenkammer.

Spanischer Innenminister: kein terroristisches Motiv

Trotz der dubiosen Umstände, schloss der katalanische Innenminister gegenüber Medien jedes terroristische Motiv aus. Der Mann wurde am 1. Jänner freigelassen und ist wieder in seinem Heimatort Castres. Spanien untersucht lediglich wegen „illegalem Waffenbesitz“.

USA warnte Spanien vor Terrorattacken

Die USA warnte für Weihnachten vor Terroranschlägen in Spanien. Es könne terroristische Angriffe auf touristische Gebiete, Transportmittel oder andere öffentliche Ziele geben, gab das Konsulat des Außenministeriums laut französischen Medien bekannt. Insbesondere in der Umgebung der beliebten Flaniermeile von Barcelona, auf der Las Ramblas, wo es bereits 2017 zu einem Terroranschlag kam.

Polizei fahndet nach marokkanischem Busfahrer

Die Sicherheitsmaßnahmen wurden daher ab 11. Dezember in Barcelona überall dort verschärft, wo sich viele Touristen bewegen. Auch an den Grenzen kam es zur verschärften Kontrollen, da die spanische Polizei einen marokkanischen Busfahrer sucht, der angeblich einen Anschlag plante. Spanien befindet sich weiterhin auf Stufe 4 von 5 der 2015 festgelegen Alarmstufe für Terrorgefahr.