In der Vorwoche beriet sich die Europäische Zentralbank (EZB) mit den Finanzministern der 19 Euro-Staaten über die Einführung des digitalen Euros. Auch Gernot Blümel (ÖVP) war mit von der Partie und ist von dieser „sehr realistischen Möglichkeit“ angetan.

Der digitale Euro soll „leicht zugänglich, robust, sicher und effizient“ sein, so das Credo der EZB. Er soll sich von Kryptowährungen dadurch unterscheiden, dass die Zentralbank ihn selbst ausgibt. Dabei wird bei Überweisungen und Kartenzahlungen auf ein Guthaben zugegriffen, das auf der Bank liegt. Angeblich ziele man darauf ab, eine Sicherheit ähnlich der des Bargeldes zu erreichen. In der Tat will man aber den Banken nicht in die Suppe spucken – und so ähnlich wie beim Bargeld auch eine Obergrenze von 3.000 Euro einführen. Damit würde der digitale Euro nicht zu Sparzwecken, sondern vor allem zur Bezahlung dienen. Offiziell soll es neben Münzen und Scheinen existieren – doch sogar Experten aufgeschlossener Thinktanks glauben, dass Bankomaten irgendwann wie heute bereits Telefonzellen zu einem seltenen Anblick werden. Die EZB kündigt bereits jetzt an, „illegale Aktivitäten“ zu verunmöglichen. Auf dem Papier will man so der Geldwäsche vorbeugen – in der Realität könnte es aber zu einer Situation führen, in der unliebsame Kritiker ihr digitales Konto verlieren und dann nur äußerst schwer an Bargeld kommen. Es ist zu befürchten, dass es am Ende sehr wohl auf noch mehr Überwachung und ein Bargeld-Ende hinausläuft.

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