Nur Bares ist Wahres: Ein deutliches Bekenntnis zu unserem Bargeld gab FPOÖ-Obmann Manfred Haimbuchner ab. Zuvor waren Pläne der EU-Kommission durchgesickert, in allen Mitgliedsstaaten eine Obergrenze für Bargeldzahlungen einzuführen. Die offizielle Version, dass man damit Geldwäsche und Terrorfinanzierung bekämpfen will, zweifeln zahlreiche Kritiker an.

Erste konkrete Gespräche in diese Richtung stieß die wichtige EU-Behörde bei einer Videokonferenz einer Expertengruppe am vergangenen Freitag an. Der Süddeutschen Zeitung zufolge lässt die EU-Kommission zudem in einem dreiseitigen Papier kräftig gegen Bargeld vom Stapel. Dieses sei nach Ansicht der Behörde das „Instrument der Wahl für Kriminelle“. Man kokettiert daher mit einer Beschränkung von Barzahlungen auf 10.000 Euro – die derzeitige Schwelle, ab welcher Transaktionen meldepflichtig sind.

Einige Länder haben schon strenge Bargeld-Grenzen

Das klingt erstmal nach viel Geld – der Teufel steckt aber im Detail. Denn den EU-Ländern soll es weiterhin offen stehen, eine noch niedrigere Obergrenze einzuführen. Und einige Mitgliedsstaaten führten eine solche längst ein – Wochenblick berichtete bereits im September über diesen besorgniserregenden Trend, der obendrein mit der Forcierung eines sogenannten „Digitalen Euro“ samt diversen Überwachungsmöglichkeiten einhergeht.

Wie schnell diese Grenzen nach unten sinken können zeigt das Beispiel Italien: Von anfangs 3.000 Euro ging man schrittweise in Richtung einer Obergrenze von 1.000 Euro, die bereits in Frankreich und Spanien gilt. In Griechenland sind es sogar nur 500 Euro – und Ideen, diese sogar auf bis zu 70 Euro herunterzusetzen geistern regelmäßig umher.

Haimbuchner: „Bargeld ist gedruckte Freiheit“

Eine klare Abfuhr erteilte der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) derartigen Plänen in seinem Telegram-Kanal sowie auf Facebook. Seine Partei, die bereits im freien Spiel der Kräfte vor der letzten Nationalratswahl das Bargeld in die Verfassung schreiben wollte, will sich weiterhin für dessen Erhaltung und Stärkung einsetzen.

„Für uns Freiheitliche ist klar: Bargeld ist gedruckte Freiheit,“ so die Ansage des blauen Spitzenpolitikers. Er stellte dabei klar, dass es auch ein Mittel gegen die drohende weitreichende Überwachung sein kann: „Dass weder eine Bank, noch der Staat weiß, was ich wann und warum kaufe, ist ein wichtiges Stück bürgerlicher Freiheit!“