„Europas Sprachen und Kulturen stehen unter starkem Globalisierungsdruck. Sie verlieren weltweit an Geltung und werden in zunehmendem Maße von der angloamerikanischen Sprache und Kultur beeinflusst. Dies führt zu einem Identitätsverlust der betroffenen Völker und Volksgruppen“ zitiert der „Verein der deutschen Sprache“ die UNESCO zum Thema „Kultur in Deutschland“.

Elsa Mittmannsgrubers Blickwinkel

Andere Medien wiederum wie „Die Presse“ spotten über Fachmänner, die mit Bedauern einen deutschen Sprachverfall feststellen. Denn schließlich seien Sprachen immer im Wandel und entwickeln sich mit der Gesellschaft, so der Tenor der Journalisten.

„Denglisch“ oder Abkürzungen

Im Umkehrschluss bedeutet dies: Dass keine ganzen Sätze mehr ausformuliert werden, jedes dritte Wort cooles „Denglisch“ oder eine Abkürzung ist, der deutsche Wortschatz aufs Minimum reduziert und Grammatik bedeutungslos wird, ist der Spiegel unserer heutigen Gesellschaft. „Die Sprache ist das sicherste Kennzeichen des Volksgeistes, der Ausdruck seines innersten Wesens und seiner Erkenntnis“, weiß der Philologe August Boeckh. „Gemma Mcie, Oida!“, plärrten kürzlich junge Männer neben mir.

Ein Sinnbild für ein Volksgespenst? Nun, was man nicht in Worte fassen kann, kann man nicht denken. Die Sprache bestimmt den eigenen Horizont und ihr Verfall ist der sicherste Weg in die Volksverblödung. Dafür sorgt nicht nur die Globalisierung, sondern ebenso die Digitalisierung, die Massenimmigration und das Bildungswesen.