Kreuzbergwirt Christian Weilhartner serviert sein legendäres Backhendl.

Wirte brauchen nicht unbedingt eine Haube um Gäste mit schmackhaften Speisen verwöhnen zu können. Vielfach sind es auch die kleinen bemühten Gaststätten wie der Kreuzbergwirt in Schärding, von denen die traditionelle bodenständige Küche am Leben erhalten wird.

„So eine gute Panier habe ich schon lang nicht mehr gegessen“, schwärmt eine Besucherin beim Verzehr eines knusprigen Brathendls beim Kreuzbergwirt in Schärding, wo sich am Sonntagmittag der kleine idyllische Gastgarten vorm Haus stetig und so langsam zu füllen beginnt, bis alle Tische besetzt sind. Das Gasthaus, eine ehemalige „Hendl-Station“, ist bekannt für sein schmackhaftes Hühnerangebot.


Fan der heimischen Küche

Auf der Karte finden sich auch Brathendl oder Hühnerbrüste, die mit Frischkäse, Tomaten und Gemüsereis gefüllt sind und – wie Stammgäste schwören – nirgendwo besser schmecken sollen als beim Kreuzbergwirt. „Ginge es nur nach der Qualität der von mir verabreichten Speisen müsste ich jeden Tag ausreserviert sein“, behauptet Lokalbetreiber Christian Weilhartner (52), der auch auf seine vielen anderen bodenständigen Gerichte verweist.

Weilhartner ist ein Fan unserer heimischen, landesüblichen Küche, in der man weder Burger, noch Kebab, ja nicht einmal Spaghetti produziert. „Das können gern andere machen“, sagt Christian, der lieber Schnitzel in vielerlei Variationen, aber auch ein gegrilltes Zanderfilet, Rahmgemüse mit Kartoffelrösti, Schärdinger Käsespätzle mit Röstzwiebel oder eben Hendlstreifensalat offeriert.

kreuzbergwirt schärding
Der Kreuzbergwirt bevorzugt österreichische Küche, darunter auch Wiener Schnitzel.

Tanzfreudige Stammgäste aus Bayern

Den ordern seine tanzfreudigen Stammgäste aus dem benachbarten Bayern nach den legendären Boogie-Partys beim Kreuzbergwirt immer besonders gern. Diese Partys und auch Tanzkurse finden natürlich nicht in den Gastzimmern statt, sondern in einem kleinen Zubau und haben schon Tradition, betont Weilhartner.

Erst unlängst waren wieder 50 Leute zum Tanzen da, verweist er auf den großen Ansturm eines Publikums, das sogar aus Linz, Wels, Straubing und München zu ihm nach Schärding kommt. Dabei lohnte allein schon die angebotene Rindsuppe die Reise zum Kreuzbergwirt, „weil diese dort so schmeckt wie ich sie noch von meiner Oma her kenne“, erläutert die von der Hendl-Panier verzückte Besucherin. Gleiches Lob zollt sie Weilhartner und seiner Küchen-Crew für den hervorragend mundenden Kartoffelsalat.