Eine wahre Bombe ließ das „Project Veritas“ des Enthüllungsjournalisten James O’Keefe platzen. Für den Coup engagierte man eine Undercover-Journalistin, die es schaffte, einen hochrangigen CNN-Mitarbeiter so weit zu bekommen, dass er aus dem Nähkästchen plauderte. Darunter befanden sich Prahlereien über politisches Framing – aber auch darüber, dass man die Öffentlichkeit offenbar gezielt beim Corona-Thema manipulierte.

Was Charlie Chester, dem Technical Director bei CNN, wie fünf harmlose Tinder-Dates vorkam, war tatsächlich eine Falle, um die Methoden des wichtigen Mainstream-Mediums aufzudecken. Wohl um seine attraktive Gesprächspartnerin zu beeindrucken, gab er einige Dinge zu, die sonst „niemand beim Sender laut ausspricht“. Beim Thema Corona gab er zu, dass man mit der Angst der Menschen gespielt hat: „Angst bringt Quoten.“

Für Angstmache: Corona-Totenzahl dauerhaft im Bild

Gerade bei Nachrichten halten schockierende Neuigkeiten vor dem Schirm: „An Tagen mit nur guten Neuigkeiten, schalten die Leute einfach aus und verbringen Zeit mit ihrer Familie. Das hält sie nicht vor dem Fernseher, außer es ist eine verbindende Sache, wie die Mondlandung.“ Zwar würden auch traurige Nachrichten nicht wirklich gut für die Quote sein – außer eben es beträfe die Menschen direkt und persönlich.

„Covid? Da explodieren die Quoten förmlich! Das ist auch der Grund, warum wir ständig die Todeszahlen auf der Seite mitlaufen ließen“. Damit habe zwar er persönlich ein Problem, denn er erwischte sich, wie er hoffte, dass man die Zahlen nach oben schrauben könnte. „Ich dachte mir: He, lass es uns nach oben treiben! Das würde unserem Narrativ richtig helfen,“ so der CNN-Mitarbeiter. Aber er sei froh, dass er eine Arbeit habe.

Genesenen-Zahlen wurden wohl gezielt ausgespart

Die Entscheidung darüber sei jedenfalls Chefsache. Manchmal habe er die Zahlen auf Anweisung runter genommen und kurz darauf habe das rote Telefon in der Regie geklingelt, wo Geschäftsführer Jeff Zucker ermahnte, dass da gerade nichts im Bild wäre, das den Zuschauer zum verbleiben einlade. Und dann käme der Befehl: „He, gebt die Toten-Zahlen wieder rauf, das war das Verlockendste, das wir hatten.“

Daraufhin fragt die Journalistin, warum man nicht wenigstens auch die Genesenen-Zahl einblendete. Die Antwort ist schockierend: „Genesenen-Zahlen? Nun, ich nehme an, weil das die Leute nicht in Angst versetzt. Wenn es blutet, verkauft es sich gut.“ Man habe sogar eine Rubrik mit guten Nachrichten, die man aber immer erst zum Ende einer Nachrichten-Sendung spiele, quasi als Wohlfühl-Zuckerl nach einer Reihe von bedrückenden Beiträgen.

Zugegeben: Nur freie Medien sind wirklich unabhängig

Chester gibt sogar zu, dass es ihnen um eine Agenda geht: „Es gibt so etwas wie eine unvoreingenommene Berichterstattung nicht.“ Dafür gebe es einfach zu viele Agenden und zu viele Leute, die Familien zu ernähren hätten. Neutrale Nachrichten gebe es nur bei wirklich unabhängigen und freien Journalisten: „Die unvoreingenommensten Nachrichten gibt es wahrscheinlich, wenn irgendjemand aus seinem Keller einen Podcast sendet.“

Damit hat er als Journalist eigentlich keine Freude: „Sobald es um Geld geht, zerstörst du automatisch die Arbeit, die du so liebst.“ Dabei seien FOX und CNN zwei Seiten derselben Medaille. Bei CNN gebe man sich zwar unabhängig, führe aber etwa Interviewpartner in die Richtung, wo man sie haben will: „Es ist die Kunst der Manipulation“. 

Wähler auch zum Zweck der Trump-Abwahl manipuliert

Der Plan sei es dabei, die Welt nach den eigenen Vorstellungen zu verändern, so Chester ganz offen. So sei man auf diese Art und Weise etwa Trump losgeworden. Allerdings sei er sich freilich nicht sicher, ob man jetzt in der Geschichte auf Seite der Guten oder der Bösen war – immerhin waren dessen Anhänger ja nach dessen angeblicher Wahlniederlage am Boden zerstört.

Dazu veröffentlichte Project Veritas bereits vor Kurzem einen Leak, in dem Chester erklärte, wie man mittels Kampagnen dafür sorgte, dass republikanische Kandidaten ihre Wahl in knappen Entscheidungen verloren.

Veritas-Chef: „Sollte ein Weckruf für Journalisten sein“

Für Project Veritas-Chef James O’Keefe sind die Enthüllungen aus dem Gespräch unerhört: „Chester ist im vollen Wissen, dass CNN manipuliert. Seine Worte sollten ein Weckruf sein für alle Journalisten innerhalb großer Medienkonzerne, die ihr Handwerk noch ernst nehmen.“ Er kündigt bereits einen dritten Teil der Enthüllung an, der noch übler ausfallen soll. Dort spreche Chester nämlich ganz unverhohlen über den „Bauplan der Realität“ bei CNN.

Es ist übrigens nicht das erste Mal in jüngerer Vergangenheit, dass „Veritas“ unfassbare Vorgänge und Abgründe nachweisen kann. Der Mitschnitt eines Gespräches mit einem Anwalt eines Senders, der laut darüber fantasierte, die Kinder von Trump-Wählern ins Umerziehungslager zu stecken, endete in dessen Entlassung. Einige Monate zuvor wies man mit exklusivem Material die terroristische Ausrichtung prominenter Antifa-Gruppen nach.

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