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In Belgien werden immer mehr Weihnachtsmärkte zu „Wintermärkten“. In Brüssel, Antwerpen, Gent und Hasselt reicht das neue Repertoire von Wintermarkt bis Winterspaß. Auch das sozialistische Brügge hat sich dem neuen Trend angeschlossen. Die Organisatoren erklären dazu, die Umbenennung erfolge, um Andersgläubige nicht zu brüskieren.

Ein Report von Kornelia Kirchweger

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Konservative Opposition: Törichte Form der Toleranz

Das berichtet unter anderem der bekannte flämische Nachrichtensender „Nieuws VTM“. Der historische Weihnachtsmarkt wird also „Wintermarkt“ heißen und statt der Weihnachtsbeleuchtung soll eine neutrale Winterbeleuchtung den Markt erhellen, heißt es in „Het Laatse Nieuws“ (HLN).

Die Öffentlichkeit ist geteilter Meinung, die Stadt-Opposition erbost: Pol Van den Driessche von der oppositionellen „Neu-Flämischen Allianz“ (N-VA) fragt laut, welches Problem man mit dem „Weihnachtsmarkt“ habe. Das Ganze sei „unglaublich und unverständlich“, eine lächerliche Entscheidung und widerspreche der Individualität.

Ob man religiös sei oder nicht, es sei Teil unserer Kultur. Er wolle dieser törichten Form von Toleranz nicht nachgeben.

wintermarkt linz pfarrplatz
In Linz sorgte ein sogenannter „Wintermarkt“ am Pfarrplatz für Wirbel – die Betreiber verzichteten bewusst auch auf christliche Symbole!

Handelskammer: „Wintermarkt“ besser zu vermarkten

In der Handelskammer von Brügge versteht man die Aufregung nicht. Mit der Bezeichnung „Wintermarkt“ wolle man neutraler werden, es sei ein allumfassender Name.

Natürlich habe man nichts gegen das katholische Weihnachten, sagte Piet Vanderyse. Mit der Umbenennung könne man aber das Angebot besser vermarkten, das ohnehin wenig mit Weihnachten zu tun habe – beispielsweise etwa die Eisbahn.