Wieder einmal zeigt sich, Sozialismus funktioniert nicht. Seit in Berlin die Mietobergrenze in Kraft getreten ist, ist das Angebot für Mietwohnungen um 41,5 Prozent gesunken. Mieter haben es daher schwerer als vorher.

Die Lage am Berliner Wohnungsmarkt sollte sich entspannen. Spekulanten sollte ein Riegel vorgeschoben werden und für Berliner sollte es einfacher werden, bezahlbaren Wohnraum zu finden. So zumindest der Plan der links-rot-grünen Berliner Stadtregierung, als man den Mietendeckel einführte, der im Februar ist Kraft getreten ist. Dadurch wurden die Mieten auf dem Stand von Juni 2019 eigefroren. Und ab 23. November soll die zweite Stufe des Gesetzes greifen, die „überhöhte“ Mieten verbietet – also solche, die mehr als 20 Prozent über der Mietobergrenze der Mietpreistabelle liegen. Aber der Plan ging ziemlich nach hinten los, der Wohnungsmarkt in Berlin ist angespannter als je zuvor.

Angebot an Wohnungen im Keller

Zwar können sich Mieter freuen, laut ImmoScout24 sanken im letzten Jahr für die vom Mietendeckel betroffenen Wohnungen die Mieten um rund 5 Prozent auf durchschnittlich 12,26 Euro pro Quadratmeter – aber was nutzt es, wenn man einfach keine Wohnung findet… Denn wie die Analsyse von ImmoScout24 auch zeigt, sank das Angebot von Mietwohnungen in Berlin massiv um 41,5 Prozent. Das Angebot für Bestandswohnungen sogar um 59,1 Prozent. Nur das Angebot von Neubauwohnungen mit einem Fertigstellungsdatum nach 2014 stieg leicht um 6,7 Prozent. Aufgrund des noch knapperen Angebots verdreifachten sich im September die Anfragen bei ImmoScout24 auch im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Entwicklung nicht Corona-bedingt

Deutlich zeigt sich im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten, dass die Lage in Berlin hausgemacht ist und nichts mit Corona zu tun hat. Denn in Städten wie Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München oder Köln hat das Wohnungsangebot deutlich zugenommen und stieg um mehr als ein Drittel an. Aber auch in einem anderen Bereich zeigt sich in Berlin eine interessante Entwicklung. Viele Eigentümer, die vorher ihre Wohnungen vermieteten, haben nun offenbar genug von der links-rot-grünen Politik der Stadtregierung und der damit verbundenen Unsicherheit und verkaufen sie lieber. So nahm das Angebot an bestehenden Eigentumswohnungen um 23 Prozent zu. Und auch die Preise für Eigentumswohnungen stiegen um 5,8 Prozent an. Es zeigt sich wieder deutlich, gut gemeint ist nicht sofort gut gemacht – und die anderen Städte sollten sich überlegen, ob sie die Berliner Idee nachahmen.