Die Evangelische Martha-Kir­chengemeinde in Berlin-Kreuzberg hat der Dar-Assalam-Moschee ihre Kirche geliehen. Am 22. Mai feierten Moslems dort ihr Freitagsgebet.

Als Begründung dienten die Distanzregeln in der Corona-Krise, in der eigenen Moschee wäre nicht genügend Platz gewesen. Diese beherbergt zu normalen Zeiten bis zu 1.500 Gläubige, aufgrund der geltenden Maßnahmen hätten nun aber nur 50 zum Gebet kommen dürfen. Mainstream-Medien bejubelten das ungewöhnliche Angebot als Zeichen „kulturellen Zusammenfindens“.

Moschee vom Verfassungsschutz beobachtet

Der Großteil der regelmäßigen Moscheegänger kommt aus dem arabischen Raum, wobei gerade die palästinensische Gemeinde die auch als „Neuköllner Begegnungsstätte“ bekannte Einrichtung nützt. Insgesamt gibt es in Berlin etwa 250.000 gläubige Muslime.

Bei der Dar-Assalam-Moschee handelt es sich um eine der größten Moscheegemeinden in der Bundeshauptstadt. Aufgrund ihrer Beobachtung durch den Verfassungsschutz war sie immer wieder Objekt kritischer medialer Berichterstattung.

Vorgeworfen werden von Behördenseiten vor allem Verbindungen zur Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die als deutscher Arm der Muslimbrüder gilt.

Gläubige pfiffen für Massengebet auf Corona-Regeln

Dem nicht genug: Bei der Dar-Assalam-Moschee handelt es sich nämlich ausgerechnet um jede Gemeinde, welche eingangs der Coronakrise für negative Schlagzeilen sorgte. Nachdem dort aus dem Lautsprecher ein muslimischer Gebetsruf erschallte, kamen bis zu 300 Muslime herbeigeeilt.

Damals galt ein rigides Versammlungs- und Kontaktverbot, die geltenden Abstandsregeln wurden nicht eingehalten. Schlussendlich musste der illegale Aufmarsch von Polizei und Ordnungsamt in Absprache mit dem verantwortlichen Imam aufgelöst werden – Wochenblick berichtete.