Am Mittwoch Abend rückte die Berliner Polizei aus, um eine Wohnung zu durchsuchen, in der eine Hanfplantage vermutet wurde. Dann rückten die Kollegen in schweren Sprengstoff-Schutzanzügen aus. Neben einem Drogenlabor wurden „große Mengen“ explosiver Stoffe gefunden. 

In Berlin-Friedrichshain gingen Polizisten dem Verdacht nach, dass sich in einer Wohnung eine illegale Hanfplantage befinden könnte. Tatsächlich war vor der Wohnung ein penetranter Geruch nach Marihuana wahrzunehmen, obwohl die Wohnungstür mit Dämmschaum abgedichtet war.

Chemikalien zum Bombenbau gefunden

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden sich allerdings nicht nur Hanfpflanzen und Drogen. In der Wohnung lagerten „große Mengen“ an Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoffen wie Ammoniumnitrat. Der deutschen Bild-Zeitung gelang es, den 37-jährigen Wohnungseigentümer zu befragen, der wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und illegalem Drogenbesitzes angezeigt wurde. Dieser behauptete, die Chemikalien für das Bearbeiten von Steinen zu benötigen, da er als Bildhauer arbeiten würde.

Erst vor wenigen Tagen Fund bei Armenier

Erst vor wenigen Tagen, am 22. Oktober, gelang der Berliner Polizei ein ähnlicher Fahndungserfolg. In einer Wohnung eines Armeniers wurden hunderte Kilogramm Chemikalien entdeckt, die zur Herstellung von Sprengstoffen verwendet werden können. Es ist nicht auszuschließen, dass der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan auch auf europäischem Boden ausgetragen werden könnte.