Die Polizeistatistik zeigt, dass in Berlin sexuelle Übergriffe an der Tagesordnung stehen. Auch Kinder sind unter den Betroffenen.

Die Berliner Polizei ermittelt in 210 Fällen von „gemeinschaftlicher oder besonders erniedrigender Vergewaltigung“ im Zeitraum 1. März 2020 bis 7. Juli 2020, das ergab die Antwort der Berliner Senatsinnenverwaltung auf die Anfrage des mittlerweile fraktionslosen FDP-Abgeordneten Marcel Luthe. So gesehen passieren zumindest rein rechnerisch in Berlin an jedem Tag derartige Straftaten. Erschreckend ist zudem, dass unter den Opfern auch 50 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre waren – und 16 von ihnen waren nicht älter als 14 Jahre – eines im Juni war sieben Jahre. Das sind jedoch nur die besonders schweren Fälle von sexuellen Übergriffen, weitere Delikte, wie exhibitionistische Handlungen, sexuelle Nötigung oder sexueller Missbrauch werden gesondert angeführt.

Ausländer überproportional unter Tatverdächtigen

in seiner schriftlichen Anfrage wollte Luthe neben den Zahlen zu den Taten und den Opfern auch wissen, wie groß der Anteil der deutschen Tatverdächtigen an den von der Polizei ermittelten Tatverdächtigen sei. Bezogen auf die Monate März, April, Mai, Juni sowie die erste Juli-Woche in diesem Jahr sowie dem separat erfassten Straftatbestand „Vergewaltigung im besonders schweren Fall (besonders erniedrigend oder gemeinschaftlich)“, ergibt sich hier laut Senatsinnenverwaltung ein Anteil deutscher Tatverdächtiger von 52,8 Prozent. Damit zeigt sich, dass ausländische Tatverdächtige überproportional vertreten sind. Dies auch vor dem Hintergrund, dass es in der Antwort auch heißt: „Im Polizeilichen Landessystem zur Information, Kommunikation und Sachbearbeitung der Polizei Berlin (POLIKS) kann ein etwaiger Migrationshintergrund grundsätzlich nur zu deutschen, unter 21-jährigen Tatverdächtigen erfasst werden und auch nur dann, wenn ein Rohheitsdelikt, ein Mord/Totschlag oder eine Vergewaltigung/sexuelle Nötigung vorliegt.“