In der Nacht auf Dienstag haben 60 Mitglieder des arabischstämmigen Remmo-Clans vor dem Vivantis-Klinikum am Urban in Kreuzberg randaliert. Doch damit nicht genug: Im Laufe der Nacht lieferte sich die Polizei auch noch zwei Verfolgungsjagden mit mutmaßlichen Clan-Mitgliedern, die durch Verkehrskontrollen rasten und dabei versuchten, die Polizeibeamten vor Ort zu überfahren. Der Araber-Clan sorgte somit für drei Polizeieinsätze innerhalb weniger Stunden.

Der Remmo-Clan ist seit Jahren polizeibekannt: Der hunderte Mitglieder umfassenden libanesischen Großfamilie werden etliche schwere Raubüberfälle zu Lasten gelegt. Auch in Zusammenhang mit einem Mord wurde gegen Clan-Chef Issa Remmo bereits ermittelt – aus Mangel an Beweisen jedoch erfolglos. Durch seine mutmaßlich intensivkriminellen Machenschaften soll Remmo längst ein millionenschweres Vermögen angehäuft haben.

60 Araber versammeln sich vor Klinikum

Montagnacht wurde eine 70-jährige Frau aus der Remmo-Familie aus Neukölln notfallmäßig ins Klinikum eingeliefert. Es soll sich dabei um die Mutter des Clan-Chefs handeln. Kurz darauf sollen sich um die 60 Personen vor dem Krankenhaus versammelt haben, woraufhin der Sicherheitsdienst der Klinik die Polizei alarmierte. Mehrere Gruppenwagen von Einsatzkräften rückten an, um die Clan-Mitglieder zu beruhigen und die Einhaltung der geltenden Corona-Abstandsregeln durchzusetzen.

Raser wollen Polizisten überrollen

Kurz darauf raste in Neukölln ein Porsche durch eine Geschwindigkeitskontrolle. Der Polizeibeamte vor Ort wollte den Fahrer stoppen und lief auf die Fahrbahn. Er musste sich mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen, um nicht überfahren zu werden.
Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf, mussten diese jedoch aufgrund der hohen Geschwindigkeit des Porsche abbrechen. Die Polizisten sollen das Fahrzeug aus vorherigen Einsätzen wiedererkannt und dem Remmo-Clan zugeordnet haben.

Gegen 1:20 Uhr raste ein VW mit 86 Stundenkilometern statt der erlaubten 30 km/h durch eine Geschwindigkeitskontrolle in einem Baustellenbereich. Der Fahrer hielt direkt auf den ausweichenden Polizeibeamten zu. Dieser konnte sich durch einen Sprung zur Seite retten, verletzte sich dabei allerdings leicht an der Hand.
Der VW raste davon, wurde jedoch später von Einsatzkräften gestellt. Der 18-jährige Fahrer wurde festgenommen. Im Fahrzeug befanden sich außerdem zwei Männer im Alter von 20 und 43 Jahren und eine 34-jährige Frau. Ein Messer wurde bei der Durchsuchung des Wagens sichergestellt.

„Falsch verstandene Toleranz”

Sowohl der Porsche als auch der VW waren zuvor von Zeugen an der Adresse der Mutter des Clan-Chefs gesehen worden. Eine Verbindung mit dem Remmo-Clan gilt deshalb als Wahrscheinlich.

Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, sprach im Zusammenhang mit den beiden Rasern von versuchten Tötungsdelikten. „Wer das anders sieht und klein redet, pflegt genau die falsch verstandene Toleranz, die uns zu den heutigen Problemen bei arabischen Clans in der organisierten Kriminalität gebracht hat“, hielt er fest.

Übrigens: Die deutsche Partei „die Linke“ empfindet den Kampf der Polizei gegen Araber-Clans als rassistisch und stellt auch in Frage, ob es solche Clans überhaupt gibt.