Der Familiennachzug zu „Flüchtlingen“ und zu Deutschen mit geringem Einkommen soll deutlich erleichtert werden – das wünscht sich zumindest die rot-rot-grüne Regierung in Berlin. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat am Freitag einen entsprechenden Antrag vorgestellt. 

Demzufolge soll die selbstständige Sicherung des Lebensunterhalts keine Voraussetzung für den Zuzug von Ausländern zu deutschen Ehepartnern sein. Auch Partner von Migranten, die mit einem humanitären Aufenthaltstitel in Deutschland leben, sollen deutlich leichter nachziehen können.

Außerdem soll Eltern, die zu ihrem minderjährigen Kind nach Deutschland ziehen, erlaubt werden, direkt sämtliche weiteren minderjährigen Kinder mit ins Land zu holen. 

Zur Rechtfertigung wird auf die Tränendrüse gedrückt: Aufgrund des noch geltenden sukzessiven Nachzugs seien Familien gezwungen, sich vorübergehend zu trennen. Ob der deutsche Steuerzahler, der für derartige „humanitäre“ Gesetzesänderungen zahlen muss, sich freut, für immer mehr Großfamilien aus aller Herren Länder aufzukommen – das wird Rot-Rot-Grün dabei wenig interessieren.