Tommy Robinson ist frei! Der Gründer der English-Defence League, einer rechten, islamkritischen Bewegung hatte Einspruch gegen seine umstrittene Festnahme erhoben und wurde frühzeitig aus der Haft entlassen. Bedingung ist, dass er sich einem weiteren Hearing durch einen anderen Richter stellt.

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

Große Kampagne für Freilassung

Viele Kampagnen wurden in den sozialen Medien zur Freilassung Robinsons gestartet, etwa „#FreeTommy“. Patriotische Politiker aus ganz Europa setzten sich lautstark für ihn ein und forderten vehement seine Freilassung („Wochenblick“ berichtete).

Der Druck dürfte gewirkt haben. Tommy bedankte sich gerührt auf Facebook bei seinen Unterstützern. Robinson war der Kopf der „English Defence League“, einer starken britischen Anti-Islamgruppe. Robinson verließ die League, nachdem sie ihm zu stark nach rechts abdriftete.

Missbrauchs-Skandal jahrelang vertuscht

Robinson war Ende Mai vor dem Crown Gericht von der britischen Polizei festgenommen worden. Dort fand der Prozess gegen eine pakistanische Sex-Gang statt, die jahrelang und unbehelligt, minderjährige weiße Mädchen vergewaltigte, drogensüchtig machte und zur Prostitution zwang. Behörden und Justiz schwiegen aus Angst, als islamophob oder ausländerfeindlich abgestempelt zu werden.

Robinson filmte mit seinem Handy vor dem Gebäude, kommentierte die Taten der Bande und streamte die Bilder live ins Internet. Die Polizei forderte ihn auf, das Filmen einzustellen. Robinson berief sich auf die Meinungsfreiheit in England. Doch die gibt es offenbar nicht mehr. Die Polizei beschuldigte Robinson, den „öffentlichen Frieden zu gefährden“ und zwang ihn in ein Polizeiauto.

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Robinson im Schnellverfahren verurteilt

Im gerichtlichen Schnellverfahren wurde Robinson zu 13 Monaten Gefängnis verdonnert. Damit nicht genug, verfrachtete man ihn ohne ersichtlichen Grund in ein vorwiegend von Muslimen belegtes Gefängnis. Seine Familie, Freunde und Unterstützer bangten um sein Leben. Wie englische Medien berichteten, kam es dort zu Morddrohungen gegen ihn. Seiner Frau und Tochter drohte man ein Säureattentat an.

Auch bei seinem vorherigen Gefängnisaufenthalt, weil er trotz Redeverbot auf einer Demo eine Rede hielt, wurde er mehrere Male von Muslimen mit dem Tod bedroht und von drei Muslimen zusammengeschlagen. Er verlor dabei etliche Zähne.