Wie die Frank­furter Allgemeine Zeitung „FAZ“ am 20. August meldete, sind in Frankfurt einige Bestattungsunternehmen in Kurzarbeit, da die Zahl der Beerdigungen stark gesunken wäre.

Im Artikel der FAZ wird ein Beerdigungsinstitut aus Frankfurt beleuchtet, das über einen Rückgang bei den Beerdigungszahlen klagt. „So schleppend wie derzeit sind die Geschäfte schon lange nicht mehr gelaufen“, will die FAZ vom Familienbetrieb Fyre erfahren haben. Und: „Es versterben viel weniger Menschen als sonst.“ Deshalb hätte diese Firma ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

Sterbezahlen in Deutschland nicht rückläufig.

Die Deutsche Presseagentur dpa hat sich den in der FAZ zunächst generalisierten Sachverhalt angesehen und kommt zum Schluss, dass es sich wohl um ein Einzelschicksal handelt. Die aktuellen Sterbezahlen in Deutschland würden im Mittel den Vorjahren entsprechen. Stephan Neuser, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter (BDB) erklärte gegenüber der FAZ als auch der dpa, dass sich die Eindrücke der Firma Fyre nicht auf ganz Deutschland umlegen ließen.

Regionale Unterschiede

Dass Sterbezahlen regional unterschiedlich ausfallen, wäre normal. Die Umsatzrückgänge von Bestattungsunternehmen seien während der Pandemie nicht zwingend auf die Anzahl sondern auch auf den Umfang der bestellten Trauerfeiern zurückzuführen. Kleinere Feierlichkeiten bedeuten leider auch weniger Umsatz für die Branche. Neuser schätzt die finanziellen Einbußen für die Bestatter Deutschlands insgesamt aber als nicht so gravierend ein.