birgit kelle
Wenn man Birgit Kelle begegnet, glaubt man die Karrierefrau schlechthin vor sich zu haben. Was will sie über die Belange von Hausfrauen und Müttern wissen? Doch dieser Eindruck täuscht. Kelle ist eine starke Frau, das wichtigste in ihrem Leben ist ihre Familie.

Eine irrsinnige Wut schlägt einem entgegen, wenn die deutsche Autorin Birgit Kelle zu einem Rundumschlag ausholt.

Birgit Kelle im Exklusiv-Gespräch mit Elsa Mittmannsgruber

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„Befreiung der Frau“ für Kapitalismus?

Die Feministinnen hätten übers Ziel hinaus geschossen, die „Befreiung der Frau“ diene nur noch dem Kapitalismus. Mütter, die beim Kind bleiben wollen, sind unerwünscht.

Wochenblick: Was hat Sie dazu animiert zu schreiben?

Birgit Kelle: Ich wollte Frauen, die so leben wie ich oder die gleichen Erfahrungen gemacht haben als Mutter, endlich auch eine Stimme im öffentlichen Diskurs geben. Es passiert keine Politik für Mütter, es gibt keine Lobby für Frauen, die nicht gleich wieder berufstätig sein wollen und die in der Altersarmut landen, nur weil sie die Rentenzahler von morgen großziehen.

birgit kelle
Die 43-jährige, oft als „Antifeministin“ bezeichnete Birgit Kelle siedelte 1984 die Rumäniendeutsche in die Bundesrepublik Deutschland. Sie ist Journalistin, Publizistin und Mutter von vier Kindern.

Was sind denn konkret Ihre Forderungen an die Politik?

An die Politik wäre meine Hauptforderung, sich um eine vernünftige Alterssicherung zu kümmern. Wir haben dafür gesorgt, dass Kinderreichtum heute das größte Risiko für Altersarmut geworden ist. Damit ist das Rentensystem auf den Kopf gestellt ausgerechnet für diejenigen, die dafür sorgen, dass das System überhaupt funktioniert. Gerechter wäre: umso mehr Kinder ich bekomme, desto mehr Rente bekomme ich.

Komplettes Exklusiv-Interview mit Birgit Kelle in der aktuellen Ausgabe: Bestellen Sie gleich die aktuelle Ausgabe unter melanie.hanek@wochen-blick.at mit dem Betreff Ausgabe 24/2018, zusätzlich erhalten Sie auch noch 3 Wochen lang den Wochenblick GRATIS und UNVERBINDLICH.

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Kinder groß ziehen ist Luxus

Und abgesehen von einer Rente?

Für viele wird es nahezu zu einem Luxusgut, dass man noch die ersten Jahre seine Kinder selber großziehen kann. Es kann nicht sein, dass der Staat nur die Berufstätigen mit einem Betreuungsplatz unterstützt. Man müsste mit den gleichen finanziellen Mitteln diejenigen unterstützen, die gerne selber ihr Kind betreuen wollen.

Da wäre ich sehr gespannt, wie viele Eltern noch nach einem Krippenplatz rufen, wenn sie die 1.300 Euro staatliches Betreuungsbudget persönlich in die Hand bekommen würden. Umfragen bestätigen, dass die meisten Mütter im Durchschnitt die ersten 3-6 Jahre am liebsten nur für das Kind und die Familie da sein möchten, wenn es finanziell möglich wäre.

Was hindert den Staat daran?

Der Staat bleibt in dem Moment außen vor und das will er nicht. In dem Moment stärken sie die Familie als Einheit gegen den Staat. Er kann nicht mehr Einfluss nehmen, was die Kinder lernen, was sie denken und schlimmer noch: sie beteiligen sich nicht am Steueraufkommen als Eltern.

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