Bereits Mitte Juni soll die Staatsanwaltschaft damit begonnen haben, den widerlichen Skandal aufzuarbeiten. In einer Whatsapp-Gruppe von Schülern einer neuen Mittelschule im Bezirk Braunau waren Kinderpornos und Gewaltvideos aufgetaucht. Der Hauptverdächtige ist 13 Jahre alt und somit strafunmündig.

Über den Tatverdächtigen gibt es bislang keinerlei persönlicher Informationen. Dieser wird beschuldigt, mehrere Gewaltvideos und mindestens einen Kinderporno an eine Whatsapp-Gruppe geschickt zu haben, die von einem Freundeskreis aus gleichaltrigen Jugendlichen genutzt werde. Die Behörden führen alle Mitglieder dieser Gruppe als Verdächtige. Die Mobiltelefone der Schüler wurden beschlagnahmt und ausgewertet. Man will feststellen, wer das Video gesehen, gelöscht, abgespeichert oder weiterverbreitet hat.

Hauptverdächtiger gibt sich vergesslich

Woher der 13-Jährige das Material hat, will er „vergessen“ haben. Bereits der Besitz solchen Materials ist in Österreich strafbar. Nach allen bisherigen Aussagen der Staatsanwaltschaft wird bei den Ermittlungen aber eher darauf hingerarbeitet, strafmündige Hintermänner festzustellen. Die 17 an der Chatgruppe beteiligten Schüler sind allesamt unter 14 Jahre alt.

„Für die betroffenen Jugendlichen und ihre Eltern ist es bestimmt eine lehrreiche Erfahrung, dass man auch als einfacher Empfänger von Social Media Nachrichten zum Verdächtigen werden kann“, kommentieren Beobachter. Diese Schulferien wird wohl kein Betroffener unbeschwert genießen können.