Erfolgreiche Veranstaltung: v.l.n.r.: Biologe Mag. Fritz Gusenleitner, RFJ-Bezirksobmann Ing. Sascha Grünsteidl, Gärtner David Lindinger, Imker Rudolf Hütter, LAbg. Vbgm. Alexander Nerat, FB-Landesobmann LKR Ing. Franz Graf, BGF DI Thomas Hofko

Das „Bienensterben“ ist derzeit in aller Munde. Deshalb hat es sich der RFJ Bezirk Perg unter seinem Obmann Sascha Grünsteidl zum Ziel gesetzt, einen aktiven Beitrag zum Erhalt des natürlichen Artenreichtums zu setzen und das Programm „Bienenhilfe 2019“ ins Leben gerufen.

Den Auftakt bildete eine Diskussionsveranstaltung am 13. April beim Wirt in Auhof in Perg. Fachleute aus Biologie, Politik, Landwirtschaft, Imkerei und Gartengestaltung widmeten sich der Problematik und möglichen Lösungen…

Gefährlicher als der Klimawandel

Ihr Fazit: Das Artensterben ist eine weit größere Bedrohung als die Veränderung des Klimas, denn alleine in den letzten 30 Jahren hat die Insektenpopulation um bis zu 80 Prozent abgenommen.

Schuld an der Entwicklung sei die Zerstörung der natürlichen Lebensräume. Doch während es für die Landwirtschaft bereits eigene Programme zur Wiederherstellung artenreicher Vegetation gäbe, verschlimmere sich die Situation in den privaten Gärten sogar noch.

Moderne Gärten schlecht für Bienen

Der aktuelle Trend seien Gärten aus Stein und Beton, robotergepflegter englischer Rasen, garniert mit exotischen Pflanzen. Im Vordergrund stehe möglichst große Arbeitsersparnis und dass alles sauber aussieht, so der Tenor der Experten. Insekten fänden so weder Nahrung noch Unterschlupf.

Bewusstseinsbildung für die Wichtigkeit belebter Natur: Mit diesem Appell schloss die Veranstaltung. Zur Unterstützung aller, die wieder mehr Natur im Garten und am Balkon zulassen wollen, stellt der RFJ ab sofort seine Verteilboxen mit gratis Blühstreifensamen in Geschäften im ganzen Bezirk auf.

Auf den Verpackungen stehen zusätzlich fünf wertvolle Tipps für bienenfreundliche Gartengestaltung.