„Immer wieder Österreich!“ Früh aufstehen heißt’s für alle Strache-Fans in Oberösterreich am „Tag der Arbeit“. Denn wenn der FPÖ-Chef zu seiner traditionellen Ansprache ins Urfahranermarkt-Festzelt ruft, strömen sie in Massen dorthin. Es geht um Stimmung und Austausch.

Tausende Menschen drängeln sich ins prall gefüllte Festzelt am heutigen 1. Mai. Die Stimmung ist mitreißend und schaukelt sich bis zum Höhepunkt, wenn „Unser HC Strache“ das Zelt betritt. Zu den Klängen der „John Otti Band“, rot-weiß-roten Fahnen und den begeisterten „HC“-Rufen der Fans bahnen sich LH-Stv. Manfred Haimbuchner und Parteichef HC Strache ihren Weg zur Bühne.

Haimbuchner trifft den Nerv der Besucher

Zu Bier und Würstln lauschen die eingefleischten FPÖ-Wähler ihren Parteivertretern. Manfred Haimbuchner kommt zu dem Lied „Holding Out For A Hero“ auf die Bühne und spricht mit seiner Rede dem jubelnden Publikum aus der Seele: „Das größte Niedrigenergiehaus, das größte Passivhaus befindet sich in Wien, nämlich das Bundeskanzleramt.“

Vor allem die SPÖ kommt bei Haimbuchners Rede nicht gut weg: „Wir Freiheitliche haben Respekt vor jeder Arbeit in diesem Land“. Anders als Birgit Gerstorfer, denn „sie will keine Scheißjobs“. Das sei reine Respektlosigkeit gegenüber Arbeiter und Arbeitnehmer. Man sieht, die SPÖ „ist schon wirklich tief gesunken in diesem Land“.

Ebenso die OÖ Arbeiterkammer mit ihrem neuen Werbespot: „Das ist ein Hass-Video gegen die Unternehmer in diesem Land. Der Arbeiterkammer geht es rein um Spaltung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern und das sind Ausdrücke der Verzweiflung der Sozialdemokraten“. Gleiches gelte für die Bundes-SPÖ, wie man anhand des Pizzavideos von Kern sieht. „Er sollte im nächsten Spot mit dem Häupl statt der Pizza ein paar Gspritzte trinken“. „Die SPÖ glaubt, dass sie aus einer geistigen Nussschale einen Whirlpool planen können. Die linken Träumer stehen in letzter Zeit ziemlich dumm da im Wald.“Bier, Würstl und „Unser HC“ 1

„Falsche Migrationspolitik“

Haimbuchner prangert auch die niedrigen Löhne, die hohen Lohnnebenkosten, die hohen Sozialversicherungsbeiträge und die falsche Migrationspolitik an: „Die Sozialausgaben werden weiter steigen, weil wir zigtausende Leute erhalten müssen, die noch nie eine Stunde Arbeit für dieses Land geleistet haben. Die Menschen sehen und erzählen, wie Tag für Tag die Integration misslingt.“ Die Migranten brauchen nach Haimbuchner die deutsche Sprache in Österreich gar nicht mehr beherrschen, „weil in den Vierteln, in denen sie leben, spricht sowieso keiner mehr Deutsch“.

Zur steigenden Kriminalität sagt Haimbuchner: „Ich lasse mir nicht einreden, dass das multikulturelle Bereicherung ist! Auf diese Bereicherung können wir verzichten“. Auch das Türkei-Referendum, die Doppelstaatsbürgerschaften, das Kopftuch-Verbot und die kürzliche Aussage dazu von Van der Bellen spricht der LH-Stv. an. „Wir haben ihn nicht gewählt und alle sollen sich bei denen bedanken, die das getan haben!“ Was das Staatsbürgerschaftsrecht betrifft, will Haimbuchner, „dass es hier keinen Rechtsanspruch auf Staatsbürgerschaft gibt.“

„Gegen Sozialschmarotzer“

In OÖ sollen die Anforderungen zum Zugang zum sozialen Wohnbau weiter hinaufgeschraubt werden. „Wir wollen ein unattraktives Bundesland für diejenigen werden, die den Sozialstaat ausnützen wollen.“

Haimbuchner abschließend: „Ich kann diese Sprechblasenpolitiker nicht mehr sehen, wo es nur darum geht, dass man den Wettlauf der Eitelkeiten gewinnt. Es muss darum gehen, dass man das Beste für die Menschen in diesem Land erreicht.“ „Du wirst bestraft, ausgenommen, geknebelt, mit Auflagen, mit entsprechender Demokratie – der Arbeiter, der Unternehmer und auch der Staat hat nichts davon, weil er Steuern verliert. Es wird Zeit, dass auch hier eine neue Zeitrechnung einsetzt und das wird nur dann gehen, wenn die FPÖ stark genug ist.“

Er unterstrich: „Viele Österreicher haben das Gefühl, dass sie ihre Heimat verloren haben. Wir wollen nicht, dass der Gast dem Gastgeber seine Regeln aufzwingt.“

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