Im Hotel de Bilderberg in den Niederlanden fand das erste Bilderbergertreffen statt.

An diesem Wochenende kommen mächtige Politiker und Wirtschaftskapitäne in Turin zum sogenannten „Bilderberg-Treffen“ zusammen.

Es wurde 1954 gegründet und soll den Dialog zwischen Europa und Nordamerika fördern. Bisher haben 131 Teilnehmer aus 23 Ländern ihre Teilnahme bestätigt. Für Österreich sind drei der SPÖ nahestehenden Teilnehmer dabei.

SPÖ und Wirtschaftseliten auf Gästeliste

So stehen Ex-Gesundheitsministerin (SPÖ) Pamela Rendi-Wagner, Rudolf Scholten, früherer Unterrichts- und Wissenschaftsminister und Gerhard Zeiler, Medienmanager, vormals ORF-Generalsekretär, 2016 im Gespräch als SPÖ-Kanzlerkandidat und jetzt Präsident der US-Mediengruppe Turner International auf der Gästeliste. Auch die aus dem SPÖ-Umfeld kommende Andrea Ecker, Kabinettschefin bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen, ist beim Bilderberg-Treffen in Turin dabei.

Ebenfalls vertreten sind u.a auch Ex-EU-Kommissionspräsident José M. Barroso, jetzt Vorsitzender von Goldman Sachs International, Ben van Beurden, CEO von Shell, Brende Borgen, Präsident des Weltwirtschaftsforums, Ana Brnabic, Premierministerin von Serbien, Mark Carney, Gouverneur der Bank von England, Henry Kissinger, vormals US-Außenminister, etc.

Auf der Agenda: Populismus in Europa

12 Themen stehen auf der Agenda: Populismus in Europa, die Herausforderungen zunehmender Ungleichheit, die Zukunft der Arbeit, etc.  künstliche Intelligenz, die USA zur Halbzeit (von Präsident Donald Trump), Freihandel, Weltführerschaft der USA, Russland, Quantencomputer (superschnelle Rechner), Saudi Arabien und Iran und die „Postfaktische Welt“ – also jene Politik, von der man behauptet, sie setze weniger auf objektive Fakten sondern auf Emotionen und persönliche Einstellungen.

Zwei Drittel der Teilnehmer kommen aus Europa, der Rest aus den USA. Etwa ein Viertel davon sind Politiker und Regierungsvertreter, der Rest Wirtschafts- und Finanzexperten, Journalisten, Forscher und Universitätsprofessoren.

Wer was sagt, bleibt geheim

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Für das Treffen gilt die „Chatham House Regel“: demnach können Teilnehmer die erhaltene Information verwenden, dürfen aber nicht die zugehörige Identität der Sprecher offenlegen. Die Finanzierung der Konferenz sei ein Mix, sagen die Organisatoren.

Beiträge von Mitgliedern des Lenkungskomitees decken die Kosten für das Sekretariat ab. Die Betreuung vor Ort finanzieren die Mitglieder des Lenkungskomitees des Gastgeberlandes. Reise- und Übernachtungskosten müssen die Teilnehmer selbst bezahlen.