Große Aufregung herrschte Anfang Oktober anlässlich der Enthüllung des Trümmerfrauen-Denkmals in Wien, welches nach mehreren Anläufen erst auf Betreiben der FPÖ und durch die Großzügigkeit des Unternehmers Siegmund Kahlbacher realisiert werden konnte.

Ein Interview von Elsa Mittmannsgruber

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„Wochenblick“-Exklusiv-Interview

Mehrere Jahre versuchte das Cajetan-Felder-Institut einen Platz für das Denkmal zu finden, jedoch ohne Erfolg. Unter verschiedenen Vorwänden wurde das immer wieder verhindert.

Der Bildhauer Magnus Angermeier begleitete die Entwicklung drei Jahre als der Künstler, der das Werk schließlich schaffen sollte. Was er von der medialen Hetze gegen das Denkmal hält und warum er sich von möglichen Diffamierungen nicht entmutigen ließ, eröffnet er dem „Wochenblick“ im Exklusiv-Interview.

Trümmerfrauen existierten

Herr Angermeier, waren die Trümmerfrauen nun Opfer, Nazis oder gab es sie gar nicht?

Da gibt es ja einige Theorien… Es besteht für mich kein Zweifel, dass die Trümmerfrauen existierten. Ich kenne viele ältere Frauen, die mir von ihrer schweren Arbeit damals erzählten.

Die ganze Kampagne hat ja bezeichnenderweise erst angefangen zu einem Zeitpunkt, als die meisten Trümmerfrauen nicht mehr gelebt haben. Da hat man schon so lange gewartet, dass da kaum mehr eine widersprechen kann.

Ob und wie viele Nationalsozialistinnen unter den Trümmerfrauen waren, ist schwer zu beweisen. Die Mehrzahl der Frauen haben das gemacht, weil sie gezwungen wurden, weil sie sonst nichts zu essen bekommen hätten. Sie waren Opfer von Erpressung.

Hatten Sie nie Angst vor Anfeindungen, wenn Sie dieses Denkmal machen?

Ich kenne die Diskussionen, die seit Jahren in Deutschland laufen und ich habe gesagt, dass wir uns auf das Schiff nicht setzen dürfen.

Das bedeutet, man darf keinen Anlass geben, die Nazikeule wieder zu schwingen. Deshalb stellt die Figur des Denkmals keine Trümmerfrau dar, weil ich diese Debatte kommen gesehen habe.

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