Bischöfe beten für IS-Terroristen
Für Kardinal Kurt Koch ist Liebe der einzige Weg aus der IS-Krise (Foto: Bildkomposition Wochenblick; Wikimedia, RPP-Institut (CC BY-SA 3.0 AT), Pixabay)

Wirbel über die Aussagen von führenden Geistlichen der katholischen Kirche. Diese würden jetzt zu Gebeten für die Terroristen aufrufen, nachdem ein französischer Priester brutal getötet wurde. Die deutsche Bischofskonferenz verkündete nämlich: „Unser Gebet gilt auch den Tätern.“

Kardinal Kurt Koch setzt auf Liebe!

Grundsätzlich beharrt auch der Vatikan auf der Linie, die von Kurienkardinal Kurt Koch, Ökumene-Minister des Papstes, vorgegeben wurde: „Am Kreuz hat der Erlöser aller Gewalt sein Leiden entgegengestellt. Die „einzige Rache“, die Christus kenne, sei „sein kategorisches Nein zu Gewalt und seine Liebe bis zum Ende.“ Die Liebe Jesu bestünde nach den Worten Kochs gerade darin, „dass er sich lieber von uns Menschen ans Kreuz schlagen lassen will, als dass er Menschen mit Gewalt zu irgendetwas zwingen möchte“. Statt mit Gewalt oder Zwang etwas durchzusetzen, werbe er allein um Liebe und Gegenliebe der Menschen.

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Verständnis für Kirche sinkt

Viele Christen finden das hingegen nicht so lustig. Auf Facebook schreibt etwa eine Nutzerin: „Ich bin nicht gewillt länger die zweite Wange hin zu halten. Am Ende werden wir alle geschlachtet, nur weil wir die Realität konsequent negieren…“

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