Die bissige PULS 4-Serie „Bist Du deppert! Steuergeldverschwendung und andere Frechheiten“, startet ab heute, Dienstag, den 3. Mai in die dritte Runde.

Thema ist heute unter anderem: Das Welser WELIOS…

Die Sendung stellt ein für österreichische Verhältnisse bemerkenswertes Fernsehformat dar, das in der vom Parteienproporz des ORF geprägten Hofberichterstattung nicht denkbar wäre. Die Sendung unter Leitung des ehemaligen Ö3-Moderators und Kabarettisten Gerald Fleischhacker bringt mit ihrer besonderen Art der Mischung von seriöser Aufarbeitung harter Fakten und den pointierten Blödeleien hochkarätiger Komödianten eine absolut brisante Mischung, die für „Bombenstimmung“ sorgt – und durchaus politische Sprengkraft besitzt. Der schmale Grat – auf der einen Seite nur lächerlich zu machen, ohne dabei selber lächerlich zu wirken und auf der anderen Seite die harten Fakten des Rechnungshofes – wird spielerisch von Sendung zu Sendung abgeschritten. Die meisten der haarsträubenden Fälle sind mit Sicherheit ohne Humor schwer zu verkraften – und fordern den Zynismus und Sarkasmus der Komiker geradezu heraus. Ja, sie sind zumeist das einzige Mittel, um die aufgezeigten Ungeheuerlichkeiten verdauen zu können.

Rechnungshofberichte

Da ist es schon sehr erleichternd für das psychosoziale Wohlbefinden der Zuseher, denen angesichts der Unverfrorenheit der Politiker manchmal die Luft wegbleibt, wenn ein Kabarettist einen erlösenden Brüller vom Schlage „Der Kaiser ist nackt!“ bringt. Etwa Reinhard Nowak mit seiner Feststellung über den häßlichen, hochdefizitären „Fuchspalast“ in St. Veit/Glan: „Des ham irgendwelche polnische Fliesenleger im Pfusch z’sammpickt – unpackbar!“ Sehenswert waren bisher auch die launisch-lustigen Auftritte Gregor Sebergs, unter anderem in Matrei, wo er den dort sprichwörtlich gewordenen „König von Osttirol“, Dr. Andreas Köll (ÖVP), aufscheuchte. Die Art und Weise, wie diese Fälle, die eben keine Einzelfälle, sondern exemplarisch und ein Sittenbild für den Zustand dieser Republik sind, aufgezeigt werden, ist wirklich sehenswert. Mehr unangenehme Wahrheiten und weniger Wattebäuschchenwerfen wäre durchaus auch generell in der politischen Auseinandersetzung und in öffentlichen Debatten wünschenswert. Da geht es zumeist hart zu, aber weniger um die Sache und einen spektakulären Schlagabtausch gibt es bevorzugt dann, wenn es in Wirklichkeit um gar nichts geht.
Bei „Bist Du deppert!“ werden hingegen Ross und Reiter benannt.

Noch ein interessantes Detail am Rande: auf puls4.com/bist-du-deppert findet man unter „Hintergründe“ die jeweiligen Rechnungshofberichte, die die Recherchegrundlagen zu den jeweiligen Sendungen geliefert haben.