Als „einer der Patrioten, der sich nicht vorschreiben lässt, der sich nichts verbieten lässt“ wurde Björn Höcke (AfD) beim 200. Pegida-Abendspaziergang in Dresden anmoderiert. Begeisterte „Höcke“-Chöre begleiteten den Sprecher der AfD Thüringen auf die Bühne. Die Berichterstattung der etablierten Massenmedien verzerrten den Auftritt zur Unkenntlichkeit. Weder rief er zur Volkserhebung auf, noch waren die Gegendemonstranten in der Überzahl. Es war eine Rede, die trotz aller Widerstände dazu geeignet war, europäischen Patrioten Mut und Hoffnung zu geben. Wochenblick hat sich die gesamte Rede angehört und die wichtigsten Aussagen für Sie zusammengefasst.

„Seit über fünf Jahren, heute zum 200. Mal seid ihr in Dresden versammelt um auf politische Gefahren hinzuweisen und um eure Stimme zu erheben und eine gerechte Sache einzufordern, nämlich dass dieses Land eine freie und selbstbestimmte Zukunft hat“, würdigte Höcke die tausenden Besucher der Veranstaltung.

Den Schmuselinken des Establishments abgewählt

Während im Hintergrund die linksextremen Randalierer der Antifa kreischten, die diesmal sogar Hand in Hand mit Teilen der CDU und der FDP marschierten, erklärte Höcke die Ereignisse bei den Wahlen in Thüringen. „Wir haben den Schmuselinken des polit-medialen Establishments, Bodo Ramelow, abgewählt.“

Das ist Demokratie

Höcke zitierte die Schweizer Zeitung NZZ mit der Frage, ob die Ereignisse in Thüringen ein Tabubruch gewesen wären. Die NZZ habe diese Frage auch gleich beantwortet: „Nein, das ist Demokratie“. Solche Fragen vermisse Höcke von den deutschen „Qualitätsmedien“. Das angebliche „breite Bündnis“ gegen die AfD würde, so hätten Anfragen in den Landesparlamenten ergeben, nicht selten aus Steuermillionen finanziert. Diese Praxis der Finanzierung einer vorgeblichen „Zivilgesellschaft“ müsse man trockenlegen. Gesellschaftliches Engagement wäre nur ehrlich und aufrichtig, wenn man es ohne Steuergeld praktiziere.

Altparteien bilden neue Nationale Front

Dieses „breite Bündnis“ wäre vielmehr 30 Jahre nach dem Ende der DDR eine neue „Nationale Front“ (die Einheitspartei der DDR, Anm.). Die Aufregung in Thüringen wäre auch entstanden, weil die AfD den Einheitskandidaten dieser Front nicht gewählt habe. „Wenn wir für die Arroganz der Macht noch ein Bild gebraucht hätten, jetzt haben wir eines.“, führte Höcke aus. „Für die neue Nationale Front ist die Demokratie eben nur dann eine Demokratie, wenn das Ergebnis passt.“, erklärte er das Verhalten der anderen Parteien. „Die Reaktionen der so genannten Konsensdemokraten auf die Wahl des FDP-Mannes Kämmerich waren panisch und hysterisch. Und hier kam es wirklich zu einem Dammbruch, einem sittlichen Dammbruch der jeden Anstand, jedes Maß und jede Vernunft hinweggefegt hat.“

Einladung an verbliebene Vernünftigen in der CDU

Höcke sprach sich „aus tiefster Überzeugung“ für das Parlament aus, sage aber auch ja zum „Resonanzraum Straße“ für die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. In Folge sprach er eine Einladung an die letzten aufrechten Demokraten in der CDU aus, „in der richtigen Partei ihre vernünftigen Positionen einzubringen“. Die jüngste Wortwahl des „von den Medien gehypten“ Grünen Habeck bei der Forderung nach einer „Bereinigung“ wäre nur knapp an der Forderung nach einer „Säuberung“ vorbeigeschrammt – eine Wortwahl, welche man einem Vertreter der AfD wohl niemals hätte durchgehen lassen.

Führung hat Nazi-Tourette

Der politischen Führungsklasse Deutschlands attestierte er humorvoll das Krankheitsbild „Nazi-Tourette“, weil sie häufig nur noch in Schlagworten vor sich hin schimpfen würden. Dies wäre eine geistige Störung bei den Politikern verbrauchter Parteien, die den chronischen Machtverlust spüren würden. Tatsächlich sei das Deutschland der Gegenwart zu einem Irrenhaus geworden, in dem die Patienten denken würden, dass sie die Ärzte sind. Ihm mache es jedenfalls Spaß, für die gerechte und richtige Sache das Wort zu erheben.

Das kleine Glück festhalten, um den Kampf durchzustehen

„Wir dürfen uns den Humor nicht nehmen lassen. Wir dürfen uns das kleine private Glück nicht nehmen lassen. Die Freude an unseren Familien. Die Freude an unseren Kindern. Die kleinen Glücksmomente im Leben.“ Mit diesen Worten leitete Björn Höcke den vielleicht wichtigsten Teil seiner Rede ein.  „Nur wenn ihr das kleine Glück festhaltet, wenn ihr das kleine Glück auch lebt, werdet ihr diesen großen Kampf durchstehen, den wir gemeinsam kämpfen. Und wir werden ihn durchstehen und wir werden ihn siegreich beenden, davon bin ich überzeugt“, machte er den Besuchern Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Heuchler beim politischen Gegner

„Was für Heuchler sind unsere politischen Gegner?“, fragte Höcke, während er aufzählte, wie diese unbescholtene Politiker entmenschlichen und verhöhnen und ihnen damit die Menschenwürde nehmen. „Wir sind die Verteidiger“ der Demokratie, des Rechtsstaates, des Föderalismus, der Politischen Kultur und der Menschenwürde, welche vor allem von Angela Merkel beschädigt würden, erklärte er mit Überzeugung. Bei der Wahl in Thüringen hätte Merkel aus dem fernen Südafrika zu den Menschen Deutschlands gesprochen wie zu Untertanen.

Strafanzeige gegen Merkel

Wieder zitierte Höcke dazu ein Schweizer Medium, die Weltwoche, welches Merkel die vierfache Beschädigung der Demokratie vorwarf: Der Eingriff in die Eigenständigkeit eines Bundeslandes, der Eingriff in die Gewissensfreiheit frei gewählter Abgeordneter, der Eingriff in Parlamentsprozesse entgegen dem Volkswillen und der Zwang zum Rückzug eines gewählten Ministerpräsidenten. Höcke bezeichnete diese Vorgänge als Putsch gegen die Verfassungsorgane des Landes Thüringen. Die AfD habe dagegen auch Strafanzeige gestellt. Nicht die friedliche Opposition müsse vom Verfassungsschutz beobachtet werden sondern „diese Frau und ihre Regierung“.

Die Deutsche Nation ist nicht verhandelbar

Die Herrschaft des Schlechten müsse abgelöst werden, gab sich Höcke überzeugt. Die Machthabenden würden sich bereits jetzt zerstreiten und übereinander herfallen. All das wären Anzeichen für eine Herrschaft, die sich ihrem Ende zuneigt. Die einzige relevante Opposition, die AfD, war bislang friedlich und ruhig und müsse dies auch bleiben. Man reiche allen konstruktiven Kräften in allen Parteien die Hände. Nur eines sei für Höcke nicht verhandelbar, die Deutsche Nation. Zuerst käme das Land, dann die Partei und erst am Ende die Person. Dafür wolle man mit mutigen und friedvollen Stimmen kämpfen.