Rassismus und Kapitalismus sind „Weiß“, sagen die Black Lives Matter (BLM)-Marschierer. Jetzt haben sie die Wohlhabenden im Visier und stürmen immer öfter deren Wohngegenden mit Slogans wie „Fresst die Reichen“ und „Nieder mit dem Kapitalismus“. Letzten Freitag versetzten sie die Bewohner im schicken Beverly Hills, in Kalifornien, mit ihrer „Fress-Drohung“ in Angst und Schrecken.

Bewohner warnten angesichts des Mob-Aufmarsches auf Twitter: der Mob kommt und holt Euch… Der Aufmarsch legte den Santa Monica Boulevard und Rodeo Drive samt Zufahrtsstraßen lahm.  Laute Musik wurde gespielt, Slogans hinausgeschrien. Die Polizei rückte an und beendete das Schauspiel. Sie twitterte: es habe eine nicht genehmigte Versammlung gegeben, Leute seien festgenommen worden, die Demonstranten seien jetzt weg.

Einschüchterungs-Happening

Aus Angst vor Black Lives Matter Ausschreitungen, Plünderungen und Vandalismus hat Beverly Hills neue Versammlungs-Bestimmungen erlassen: zwischen 21 Uhr abends bis acht Uhr morgens dürfen sich nicht mehr als 10 Personen zu einem gemeinsamen Zweck auf einer öffentlichen Straße oder einem Gehsteig versammeln. Davon ausgenommen sind stille Zusammenkünfte, etwa zu einer Kerzenlicht-Mahnwache auf privaten Grundstücken.

Reiche (Weiße) vertreiben Schwarze

Weiße Reiche gehören zum Feindbild der BLM-Bewegung. Ihre Aufmärsche in wohlhabenden Wohngebieten häufen sich und sind als Drohgebärde angelegt. Die New York Times berichtete erst kürzlich über eine paradoxe Entwicklung: in den 60er Jahren lebten in den Stadtzentren vorwiegend Schwarze, die Viertel verfielen, niemand investierte, die Weißen zogen weg. Die Schwarzen beklagten das.

Ausgeprägter Opfer-Kult

In den letzten Jahrzehnten wurden also die desolaten Stadtviertel renoviert, schicke Condos, Restaurants, Shops sprießten aus dem Boden. Die Mieten stiegen, das Leben wurde teuer. Downtown war wieder hip. Die Service-Industrie wuchs, mit ihr der Niedriglohn-Sektor und Jobs für Schwarze. Doch am Wohlstand haben sie nicht Teil, beklagen sie. Protestierten sie in den 60er Jahren wegen fehlender Investitionen in ihren Vierteln, klagen sie heute wegen zu viel Investition – sie fühlen sich erneut ausgeschlossen und ausgebeutet.

 

Ob Wohlstand und Kapitalismus wirklich weiß ist, berichtete Wochenblick erst kürzlich anhand des Beispiels des Königs von Swasiland.