Ein Somalier wollte in einem Krankenhaus in Rom eine Frau vergewaltigen, die im Kreißsaal gerade in den Geburtswehen lag. Alarmiert durch die lauten Schreie der Frau, konnte das Personal das Schlimmste vermeiden. Der Afrikaner ist in U-Haft. Die Anklage lautet auf Diebstahl und schwere sexuelle Gewalt. Die erste Gerichtsverhandlung findet dieser Tage statt.

Die Verteidigung plädiert auf psychische Beeinträchtigung. Der Vorfall ereignete sich zu Neujahr. Bei dem Mann mit den absonderlichen Neigungen handelt es sich um den 38-jährigen Ali A., der seit fünf Jahren mit einer gültigen Aufenthaltserlaubnis in Italien lebt und zahlreiche Vorstrafen hat.

Berührte sie und masturbierte

Die abartige Tat wird in italienischen Medien so beschrieben: Am Nachmittag des 31. Dezember 2018 ging er ins Krankenhaus Sant’Eugenio in Rom und schaffte es ungehindert aus dem Wäscheraum des Personals einen grünen Mantel zu entwenden, der üblicherweise im Operationssaal getragen wird.

Täter verkleidete sich als Arzt

Von dort gelangte er in den 1. Stock auf die Gebärstation und dann weiter in den Entbindungsraum. Als Arzt verkleidet, setzte er sich neben die in den Wehen liegende 43-jährige Frau. Er fragte sie, wie es ihr gehe, berührte sie dann am Oberschenkel, zwischen den Beinen und masturbierte vor ihr. Die Frau begann zu schreien, ein Arzt und Krankenschwestern eilten herbei und verhinderten das Ärgste. Der Mann versuchte zu flüchten, wurde aber festgehalten und von der Polizei in Handschellen abgeführt.

„…nur Allah weiß warum ich das tat“

In einem ersten Verhör fragte der Richter, was er an diesem Tag ins Sant’Eugenio Krankenhaus wollte. Seine Antwort: „Nur Allah weiß das“.  Seine Verteidigerin beantragte ein psychiatrisches Gutachten, ihr Mandat habe mentale Probleme, hieß es. Laut italienischen Medien wirft dieser Fall nicht nur ein schlechtes Licht auf die Sicherheitssituation in Krankenhäusern, sondern auch auf die immer häufiger auftretenden psychischen Probleme von Einwanderern.

Für die Frau wird der Geburtstag ihres Kindes leider immer mit dem Horrorereignis im Krankenhaus verbunden sein. Ob man auch ihr kostenlos einen Psychiater zur Seite stellt, damit sie das traumatische Erlebnis verarbeiten kann, ist nicht bekannt.