Angeblich hätten sie sich zum Joggen verabredet – das berichteten zumindest die jungen Syrer und Iraker, die die Polizei noch am Tatort in Wien-Favoriten einsammeln konnte. Nicht nur, dass die gefassten Unruhestifter ihre Laufrunde offenbar in stylischer Straßenkleidung inklusive Glitzer-Shirts antreten wollten: Sie waren auch bis an die Zähne mit Messern und Macheten bewaffnet.

Etliche besorgte Anwohner der Favoritenstraße wählten in der Nacht auf Sonntag den Notruf: Schüsse schallten durch die Nachbarschaft, auf der Straße herrschte Geschrei. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.

Als die Beamten eintrafen, stießen sie auf eine Gruppe kämpfender Migranten – die beim Anblick der herannahenden Exekutive Hals über Kopf das Weite suchte. Manche der vermeintlichen Sportler entledigten sich dabei ihrer Waffen, indem sie sie unter parkende Fahrzeuge schleuderten. So konnten später eine Machete und ein Messer sichergestellt werden.

Täter in Asylheimen wohnhaft

Der Polizei gelang es, zwei Syrer und drei Iraker festzuhalten (alle zwischen 17 und 19 Jahren alt). Zwei weitere Migranten (20 und 23) ließen zudem kurz darauf ihre Stichverletzungen an Armen und Rücken im Spital behandeln.

Es stellte sich heraus, dass alle gefassten Täter in Wiener Asylheimen wohnhaft sind. Sie erhielten Anzeigen – blieben jedoch auf freiem Fuß.

Die übrigen Messer- und Machetenschwinger sind flüchtig. Aufgrund der Zeugenberichte ist davon auszugehen, dass auch Schusswaffen im Spiel waren. In der Favoritenstraße konnten jedoch keine sichergestellt werden.

„Integrationsversagen“

VP-Sicherheitssprecher Karl Mahrer sieht in derartigen Schreckensmeldungen den traurigen „Beweis für das Integrationsversagen“ der Wiener Stadtregierung: „Die Leute fühlen sich unsicher und als Fremde in der eigenen Stadt.“