Als der legendäre Film „Der Pate“ entstand, war die Welt der sizilianischen Mafia „Cosa Nostra“ noch in Ordnung. Sie könnte bald entmachtet werden, sagt jetzt ein Staatsanwalt in Palermo: Von der „Schwarzen Axt“, einem aufstrebenden Mafia-Clan aus Nigeria, der sich im Zuge der Migrationswelle von Nordafrika über Sizilien in ganz Europa bis nach Lateinamerika und Japan etabliert hat.

Auch in Wien sind die Nigerianer schon sehr aktiv.

Erpressung, Raub, Schutzgeld

Die Geschäfte der „Schwarzen Axt“ sind Erpressung, Raub, Schutzgeld, Prostitution – vielfach mit Minderjährigen, die von einer „Mutter“ mit Voodoo-Ritualen gefügig gemacht werden.  Ihr Kerngeschäft ist der weltweite Drogenhandel. U.a. mit „Bodypackern“ – Kurieren, die Drogen schlucken.

Lukrative Einkünfte hat die „Schwarze Axt“ auch aus Geldwäsche über das Internet, Online-Betrug und Handel mit gestohlenen Autos.

Gegner werden brutal massakriert

Obwohl der nigerianische Botschafter in Rom schon 2011 vor diesem neuen Mafia-Clan warnte, wurde das von den Behörden völlig unterschätzt. In Sizilien agiert die „Schwarze Axt“ mittlerweile unglaublich brutal: ihre Opfer werden mit Axt und Machete malträtiert und getötet.

Sie kontrollieren die Drogenszene in vielen Städten, etwa von Johannesburg/Südafrika und machen in Japan gemeinsame Sache mit der dortigen Mafia, der Yakuza.

Geheimsymbole

Die „Schwarze Axt“ entstand eigentlich Ende der 70er Jahre als religiöse Bruderschaft in Süd-Nigeria. Ihr Symbol ist eine schwarze Axt, die Ketten an den Handgelenken eines Sklaven zerschlägt. Aus ihr entwickelte sich angeblich als Splittergruppe die mächtigste afrikanische Mafiaorganisation.

„Schwarze Axt“-Mitglieder werden „ausgewählt“, müssen brutale Aufnahmerituale bestehen und absolut loyal sein. Wer sich widersetzt, wird gefoltert und von den „Clan-Schlächtern“ umgebracht.

+++
Der Artikel hat für Sie wichtige Neuigkeiten enthalten? Sie wollen keine brisanten Informationen mehr verpassen? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen NEWSLETTER!