Der aus dem deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekannte Satirekünstler Jan Böhmermann gab bei einer Gast-Aufführung samt Orchester im Wiener Gasometer vor fast ausverkauftem Publikum gleich mehrere äußerst grenz-wertige Witze zum Besten.

Jan Böhmermann präsentierte seinen Fans gemeinsam mit einer 17-köpfigen Showband in einem zweistündigen Auftritt vergangenen Mittwoch zahlreiche Lieder aus seiner Sendung Neo Magazin Royale.

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„Hochpolitischer Schlagerabend“

Am Anfang der Show kündigte er einen „hochpolitischen Schlagerabend“ an und machte eine Referenz an den umstrittenen „Huankind“-Sager der linksradikalen „Künstlerin“ Stefanie Sargnagel. Am selbigen Abend präsentierte er auch zwei neue musikalische Stücke, die die österreichische Innenpolitik thematisieren. Ein Lied sorgte für besonderes Aufsehen, denn dies richtete sich gegen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ).

Obszöne Beschimpfung des Innenministers

Darin bezeichnete er ihn als „kleinen schlauen Fascho“, „Kleinfaschist“ und unterstellte ihm eine Distanz zur Demokratie, Korruption, Lüge und Verhetzung. Laut Böhmermanns Lied würde Kickl zwar vom Rechtsstaat und Moral sprechen, beides wäre ihm aber „scheißegal“, er wäre ein „Vorzimmer-Rassist“. Eine Stelle war besonders untergriffig. Es würde sich bei Kickl um den Innenminister „mit dem größten Ego, aber erwiesenermaßen kleinsten Glied“ handeln. Bei dieser Stelle soll das Publikum vor Begeisterung gejohlt haben. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), die Außenministerin Karin Kneissl (parteilos, FPÖ-Ticket) und die SPÖ bekamen gelegentlich auch ihr Fett ab.