Samstag Mittag kam es auf dem Hauptbahnhof in Linz zu einem Polizei-Großeinsatz. Ein in Wien wohnhafter Mann, der sich laut Polizei Oberösterreich auf dem Weg von Wien nach Salzburg befand, bedrohte und belästigte über längere Zeit andere Fahrgäste. Plötzlich drohte der Mann damit, alle umzubringen. Er vermittelte den verängstigten Reisenden, dass er eine Bombe zünden werde!

Zugpersonal und Reisende riefen sofort die Polizei. Am Linzer Hauptbahnhof stürmte ein Sonderkommando den Zug und evakuierte die verängstigten Fahrgäste. Aufgrund der Horror-Drohung kam es auf der Westbahnstrecke zu einer längeren Unterbrechung des Schienenverkehrs. Nach Auskunft von Frau Heide Klopf von der oberösterreichischen Polizeipressestelle wurde weder im Zug, noch im Gepäck des Mannes eine Bombe gefunden.

Irrer Italiener aus Wien

Bei dem Mann handelt es sich laut Oberösterreichs Polizei um einen in Wien wohnhaften Italiener. Er wird derzeit zu seinen Beweggründen polizeilich einvernommen. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Mann die – glücklicherweise – leere Drohung aufgrund psychischer Probleme tätigte. Was er in Salzburg vorhatte ist derzeit noch nicht bekannt.

Brennpunkt Linzer Hauptbahnhof

Es war nicht der erste Polizei-Großeinsatz auf dem Linzer Hauptbahnhof. Der Bahnhof ist ein berüchtigter Brennpunkt der Kriminalität. Vor allem herumlungernde Migranten, die zu oft gewalttätig sind, machen ihn zur Gefahrenzone. Oberösterreichs FPÖ fordert schon lange eine Entschärfung der Lage. Doch die ÖBB, unter deren Zuständigkeit die Sicherheit auf dem Bahnhof fällt, bekommen das Problem nicht in den Griff. Der Linzer Ordnungsdienst darf nicht einschreiten, weil es sich um Privatgrund handelt.

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