Eine gefährliche Aktion lieferte ein rumänischer Staatsbürger (30) in Wien in der Nacht auf Dienstag. Denn mitten in der Nacht entschloss sich dieser einfach, in jenem Zimmer, in dem er seine Quarantäne zubringen sollte, einen Brand zu legen.

Dafür, dass die einschneidende Maßnahme einer Corona-Quarantäne an den Nerven zehrt, dürften die meisten Österreicher noch Verständnis haben. Was der Rumäne kurz nach Mitternacht aufführte, war allerdings gemeingefährlich. Mit noch unbekannten Mitteln zündelte er nämlich in seinem Zimmer – und brachte damit andere Menschen in Gefahr.

Zimmer in Vollbrand – drei Personen mussten ins Spital

Der Vorfall ereignete sich im Sonnwendviertel in Wien-Favoriten – das Quarantäne-Motel musste der „Heute“ zufolge evakuiert werden. Die Einsatzkräfte standen infolge der gelegten Feuersbrunst im Großeinsatz – schon bei ihrem Eintreffen stand das Apartment in Vollbrand. Es brauchte zwei Löschleitungen, um den Flammen überhaupt Herr werden zu können.

Im Zuge dessen war es auch nötig, mehrere andere Personen, die sich im Gebäude befanden, ins Freie zu bringen. Die Rettung war mit zehn Einsatzmitteln vor Ort und baute für die Evakuierten ein mobiles Behandlungszelt auf. Insgesamt mussten sieben Personen akut medizinisch versorgt werden, drei von ihnen mussten im Anschluss sogar mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in einen Spital gebracht werden.

Brandstifter erlitt bei Tat leichte Verbrennungen

Im Anschluss an die Löschung des Brandes nahmen die Polizisten den mutmaßlichen Feuerteufel fest. Auch er verletzte sich bei seiner Zündel-Aktion und musste mit leichten Brandverletzungen ein Spital aufsuchen. Das Landeskriminalamt Wien leitet die Ermittlungen – auch das Motiv für seine Tat war am Dienstag noch unklar.