Blackout in Taiwan: Über 5 Millionen Haushalte ohne Strom

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Technische Defekt statt Sabotage

Blackout in Taiwan: Über 5 Millionen Haushalte ohne Strom

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Weil eine Umspannanlage Probleme hatte, waren mehr als 5 Millionen Haushalte in Taiwan am Donnerstag ohne Strom. Das Beispiel des 23 Millionen Einwohner zählenden Inselstaates zeigt einmal mehr, wie empfindlich die Stromversorgung ist. Hängt dies mit dem China-Konflikt zusammen? Wie Wochenblick berichtete, entsendete China unlängst im Schatten des Ukraine-Konflikts Kriegsschiffe nach Taiwan! Könnte die Volksrepublik die Stromversorgung etwa durch Hackerangriffe ausgeschaltet haben?

Der massive Stromausfall in Taiwan zeigte, wie schnell es gehen kann. Ampeln fielen aus, Aufzüge blieben stecken, teilweise war die Wasserversorgung unterbrochen und auch Hochgeschwindigkeitszüge blieben stehen. Grund waren Probleme mit einer Umspannanlage, die dazu führte, dass das Hsinta Kraftwerk in der südtaiwanischen Hafenstadt Kaohsiung abgeschalten werden musste.

Ausfall beeinträchtigte auch Norden des Inselstaates

Diese Probleme und das abschalten des Kraftwerks im Süden hatte auch Folgen für die Mitte und den Norden der Insel. Denn aus Sicherheitsgründen mußte zudem auch ein Kernkraftwerk heruntergefahren werden. Dadurch war dann auch der Nordteil des Inselstaates und Teile der Hauptstadt Taipeh von Stromausfällen betroffen. Zwar konnten die Fehler relativ schnell behoben werden und 70 Prozent der Haushalte hatten rund drei Stunden nach der Störung wieder Strom, aber eine halbe Million Menschen in Kaohsiung mussten auch viereinhalb Stunden nach dem Ausfall noch immer ohne Strom auskommen.

Blackout-Gefahr für Europa

Dabei ist die Fläche des Inselstaates mit 39.179 Quadratkilometern noch überschaubar, ebenso wie das Stromnetz, zumindest im Gegensatz zu Europa. Hier warnen Experten schon seit Jahren vor den Folgen eines Blackouts und halten das eintreten eines solchen in den nächsten Jahren für sehr wahrscheinlich (Wochenblick berichtete unter anderem hier, hier und hier). Zuletzt machte auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf die Gefahren eines Blackouts und auf die mangelnde Vorbereitung in Deutschland auf eine derartige Katastrophe aufmerksam. Neben Hackerangriffe oder Unglücksfällen wird auch die verfehlte Politik der Energiewende für die zunehmende Netzinstabilität und steigene Gefahr eines großflächigen Stromausfalls verantwortlich gemacht.

Bereiten Sie sich auf den Ernstfall vor!

Ein Blackout kann auch in Europa jederzeit eintreten. Seit Jahren warnt Wochenblick vor der großen Gefahr, die mittlerweile auch der Mainstream nicht mehr verschweigen kann. Immer mehr Menschen setzen auf Notstromaggregate wie zum Beispiel diesen tragbaren Stromgenerator von Hyundai. Im Ernstfall kann ein Funkgerät zur Kommunikation mit der Außenwelt lebensrettend sein. Vor allem ist es wichtig, sich einen Notvorrat zuzulegen.

Das österreichische Bundesheer rät außerdem zu folgender Vorsorge:

  • Radio mit Batterien (Autoradio!) oder Solar-Power-Bank
  • Taschen- bzw. Stirnlampen (inklusive genügend Ersatzbatterien)
  • Kerzen, Zünder, Feuerlöscher, Kohlenmonoxid-Melder
  • Wasser bzw. Wasserfilter, Getränke, Tee, Kaffee
  • Haltbare Lebensmittel für 2 Wochen (Nudeln, Reis, Konserven …)
  • Wichtige Medikamente für 2 Wochen, Erste-Hilfe-Ausrüstung
  • Hygieneartikel, Müllsäcke, Klebebänder, Kabelbinder
  • Gaskocher, Griller, Brennpaste
  • Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen
  • Schlafsäcke, Decken, warme Kleidung
  • Spiele, Blöcke, Kugelschreiber
  • Auto immer zumindest halb voll getankt.

Kriegsschiffe: Chinas Militär-Manöver

Im Schatten des Ukraine-Krieges startete China vor wenigen Tagen militärische Manöver gegen Taiwan, wie Wochenblick berichtete. Die Luftwaffe Taiwans hat vor einer Woche einen Einsatz geflogen, weil neun chinesische Flugzeuge in die Luftverteidigungszone eingedrungen waren, wie das taiwanesische Verteidigungsministerium mitteilte. Medienberichten zufolge sind auch chinesische Kriegsschiffe in die Hoheitsgewässer der Insel eingedrungen.

Technische Probleme statt Sabotage

Laut der taiwanischen Regierung in Taipeh war auch hier ein technischer Defekt für den Ausfall verantwortlich. „Es zeigt die Verwundbarkeit der Stromübertragung zwischen dem Süden und Norden“, so ein Regierungssprecher. Für dieses Mal… Denn das Verhältnis zwischen Taiwan und China ist alles andere als entspannt. China betrachtet die Inselrepublik nach wie vor als “unabtrennbaren Teil des eigenen Territoriums” und nicht als souveränen Staat. Jede Einmischung wird Seitens der Chinesen daher als Einmischung in innere Angelegenheiten betrachtet. Im Zuge des Ukraine-Russland-Konflikts wuchs daher auch die Sorge, dass China auch versuchen könnte Taiwan wieder einzugliedern. Zumal Taiwan international kaum diplomatische Anerkennung genießt. Selbst die USA als Hauptunterstützer mit finanziellen Mitteln und Waffen haben die Inselrepublik nie diplomatisch anerkannt. Daher läge auch die Vermutung nahe, dass ein großflächiger Stromausfall durch chinesische Hackerangriffe verursacht worden sein könnte.

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