Massaker in Tschechien: Angreifer tötet sechs Patienten

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Angriff im Krankenhaus

Massaker in Tschechien: Angreifer tötet sechs Patienten

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Die Universitätsklinik der tschechischen Stadt Ostrau wurde heute Schauplatz eines unfassbaren Blutbades. Ein 42-jähriger Tscheche ging in den Warteraum der Universitäts-Klinik und schoss dort aus nächster Nähe auf neun Menschen. Sechs davon starben, weitere drei sind in kritischem Zustand. Über das Motiv der Tat gibt es nur unbestätigte Gerüchte.

Laut tschechischen Zeitungen hat der Mann zuvor die Kinder aus dem Warteraum „entfernt“ und dann ohne Vorwarnung geschossen. Er zielte auf Kopf und Hals der Opfer. Das ganze dauerte weniger als eine Minute, gab ein Polizeisprecher bekannt. Drei Minuten später waren die Einsatzkräfte vor Ort.

Selbstmord nach stundenlanger Verfolgung

Der Mann konnte aber durch eine der vielen Türen aus dem Krankenhaus entkommen und flüchtete in seinem Wagen. Angeblich sei er nach Hause gefahren, habe seiner Mutter, die bei der Polizei arbeitet, von dem Vorfall erzählt und seinen Selbstmord angekündigt. Er sei dann mit seinem Wagen stundenlang auf der Flucht gewesen, berichten Medien. Als ein Polizeihubschrauber über seinem Auto kreiste, erschoss er sich offenbar selbst. Als die Polizei bei seinem Auto eintraf, sei er noch am Leben gewesen und konnte mit den Beamten kommunizieren. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Waffe, die der Mann für seine Mordtat benutzte, besaß er illegal. Der Mann soll Bautechniker sein.

Angeblich verweigerte man ihm Behandlung

Gerüchten zufolge sei der Mann sehr krank gewesen, aber niemand wollte ihn, laut eigenen Angaben, behandeln. Er versuchte es immer wieder. Im letzten Monaten ging er nicht mehr zur Arbeit, er gab an, krank geschrieben zu sein. Seine Kollegen sind fassungslos. Er sei der einzige gewesen, der immer Blumen in seinem Büro hatte. Man sei gemeinsam Skifahren gegangen und habe Sport betrieben.

Staatstrauer im Land

In Tschechien wurde Staatstrauer ausgerufen. Ab 17.00 Uhr ertönen Sirenen im ganzen Land – in Gedenken an die Opfer des Amokläufers. Die gesamte Staatsführung hat per Twitter oder Presseaussendung den Angehörigen der Opfer ihr Beileid ausgesprochen. Innenminister Jan Hamácek flog nach Ostrau. Ebenso Premierminister Andrej Babis, der einen Auslandsbesuch in Estland absagte. Babis versprach Hilfe für die Angehörigen der Opfer.

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