Neapel: Afrikaner fordern Bleiberecht

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Neapel: Afrikaner fordern Bleiberecht

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Vergangene Woche protestierten in der Altstadt von Neapel rund 200 Migranten vor allem aus Afrika und forderten nachdrücklich ihre Papiere für eine Aufenthaltserlaubnis ein. „Schluss mit den Worten – wir wollen Dokumente“, stand auf ihren Bannern. Man forderte eine Gespräch mit dem zuständigen Polizeikommissar, das schließlich auch stattfand.

Das Ergebnis: positive Reaktion auf die Forderung, internationale Schutzanträge auch online stellen zu können. Bezüglich Erteilung oder Erneuerung einer Aufenthaltserlaubnis garantierte die Polizei, dass der Reisepass nicht mehr für Nationalitäten benötigt wird, die keine konsularische Vertretung im Hoheitsgebiet haben. Proteste gab es auch gegen die lange Wartezeit für die Erteilung oder Erneuerung der Aufenthaltserlaubnis. Diese dauere bis zu acht Monate obwohl es laut Gesetz nicht mehr als zwei Monate sein dürfen.

Aus für Salvini-Dekret: Aufenthaltserlaubnis für Alle

Generell verlangen sie die Rücknahme des Sicherheitsdekrets von Ex-Innenminister Matteo Salvini, das viele Gesetzte verschärfte, um die illegale Migration mit all ihren negativen Folgen einzudämmen. Die Gruppe, die der „Migrations- und Flüchtlingsbewegung von Neapel“ (M.M.R.N.) angehört will jedenfalls weiterkämpfen, bis alle Personen, die bereits in Italien leben, eine Aufenthaltserlaubnis erhalten. Denn diese ermöglicht den Zugang zum Gesundheitssystem, zur Bildung oder die Anerkennung der Kinder.

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Mafia kontrolliert Migrationsmarkt

Man kann auch seine Rechte am Arbeitsmarkt einfordern, etwa ein angemessenes Gehalt, was die Ausbeutung verhindert. Vor allem in Süditalien werden afrikanische Einwanderer als Tagelöhner für die Landwirtschaft eingesetzt und leben oft unter unmenschlichen Zuständen. Dieser Sektor wird vielfach von der Mafia kontrolliert, für die der „Migrationsmarkt“ ein einträgliches Geschäft ist. So etwa vom Staat finanzierte Unterkünfte und die Versorgung von Migranten. Und natürlich der Drogenhandel.

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