Epsteins Pädo-Sex-Ring: Queen nimmt Prinz Andrew Titel weg

Prinz war mit Kinderschänder Epstein befreundet

Epsteins Pädo-Sex-Ring: Queen nimmt Prinz Andrew Titel weg

[responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Vorlesen"]

Inhalt

Prinz Andrew, der Sohn der britischen Königin Elisabeth II., muss sich bald als Privatmann in einem Zivilprozess in den USA verteidigen. Er soll vor rund 20 Jahren die damals minderjährige Virginia Giuffre mehrfach sexuell missbraucht haben. Die britische Königin hat ihrem zweitältesten Sohn nun sämtliche royale Schirmherrschaften und militärische Titel entzogen. Der Herzog von York wird künftig auch nicht mehr als Königliche Hoheit (His Royal Highness) angesprochen werden.

Militärische Titel entzogen

Am Donnerstag teilte der Buckingham-Palast in London via Twitter mit, dass Andrews militärische Titel und königliche Schirmherrschaften an die „Queen“ zurückgehen. Der Herzog von York wird auch keine öffentlichen Aufgaben mehr erfüllen und sich im Missbrauchsverfahren als Privatbürger verteidigen müssen.

Antrag auf Einstellung des Verfahrens wurde abgelehnt

Die Ankündigung kam nur einen Tag, nachdem ein Bundesrichter in New York Andrews Antrag auf Einstellung des Zivilverfahrens gegen ihn abgelehnt hat. Die Klage wurde von Virginia Giuffre eingereicht, die ihn beschuldigt, sie im Jahr 2001 als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. In der Klage, die Giuffre im August 2021 unter dem Kinder-Opfer-Gesetz (Child Victims Act) eingereicht hat, heißt es, dass Jeffrey Epstein und seine Zuhälterin Ghislaine Maxwell die minderjährige Giuffre gehandelt und missbraucht haben, nachdem sie im Mar-a-Lago Club in Palm Beach, Florida, zu arbeiten begann. Maxwell wurde am 29. Dezember nach einem einmonatigen Prozess wegen Sexhandels verurteilt, weil sie zwischen 1994 und 2004 minderjährige Mädchen für Epstein rekrutiert und für den Missbrauch “vorbereitet” hatte.

Minderjährige zu sexuellen Handlungen gezwungen

In der Klage heißt es weiter, dass Prinz Andrew, ein Freund des verurteilten Kinderschänders Jeffrey Epstein, Giuffre dann dreimal sexuell angegriffen habe. “Bei jedem der vorgenannten Vorfälle wurde die Klägerin durch ausdrückliche oder stillschweigende Drohungen von Epstein, Maxwell und/oder Prinz Andrew gezwungen, sexuelle Handlungen mit Prinz Andrew vorzunehmen”, heißt es in der Klage, und es wird erklärt, dass Giuffre “den Tod oder körperliche Verletzungen bei sich selbst oder einer anderen Person sowie andere Konsequenzen für den Ungehorsam gegenüber Epstein, Maxwell und Prinz Andrew aufgrund ihrer mächtigen Verbindungen, ihres Reichtums und ihrer Autorität befürchtete.”

Richter: Knebelvereinbarung unwirksam

Giuffre gab im vergangenen Jahr zusammen mit ihrer Klage beim Bundesgericht eine Erklärung gegenüber ABC News ab. “Ich ziehe Prinz Andrew für das, was er mir angetan hat, zur Rechenschaft. […] Die Mächtigen und Reichen sind nicht davon ausgenommen, für ihre Taten zur Verantwortung gezogen zu werden. Ich hoffe, dass andere Opfer sehen werden, dass es möglich ist, nicht in Schweigen und Angst zu leben, sondern sein Leben zurückzuerobern, indem man seine Stimme erhebt und Gerechtigkeit fordert.“ Aufgrund einer geheimen Abmachung aus dem Jahr 2009 versuchten Andrews Anwälte die Zivilklage im Keim zu ersticken. Darin wurde vereinbart, dass Giuffre niemanden aus Epsteins Umfeld beschuldigen dürfe. Die Anwälte des geschassten Prinzen hatten argumentiert, dass die Vereinbarung ihren Mandanten vor einer Klage bewahren würde. Der zuständige Bezirksrichter Lewis Kaplan entschied jedoch anders.

Andrew bestritt Giuffre getroffen zu haben

Nach einem katastrophalen Interview mit “BBC Newsnight”, in dem der Prinz versuchte, sich von seinem Freund, dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, zu distanzieren, zog er sich 2019 von seinen königlichen Pflichten zurück. Im Interview beteuerte er kein Mitgefühl mit den Opfern von Epstein und bestritt, Giuffre jemals getroffen zu haben, obwohl Fotos die beiden zusammen zeigen.

Keine öffentlichen Auftritte mehr für Andrew

Im August, kurz nachdem Giuffre ihre Klage eingereicht hatte, schloss eine Quelle aus dem Umfeld von Prinz Charles jede Möglichkeit aus, dass Andrew in die königlichen Pflichten oder das öffentliche Leben zurückkehren könnte. Der britischen Zeitung The Times sagte die Quelle, die Klage sei “ein unwillkommener Imageschaden für die Institution” und Charles betrachte die Vorwürfe gegen seinen jüngeren Bruder als “ein unlösbares Problem”, das “mit schrecklicher Regelmäßigkeit auftaucht”.

Das könnte Sie auch interessieren:
Epsteins Pädo-Sex-Ring: Queen nimmt Prinz Andrew Titel weg TEILEN
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on reddit
Reddit
Ähnliche Artikel
Schlagwörter
NEWSLETTER

Bleiben Sie immer aktuell mit dem kostenlosen Wochenblick-Newsletter!

Neuste Artikel